Kategorie: Tagebuch

Tagebucheintrag #26

„Jonas, aufstehen“

„Hmmm warum?“

„Du schläfst jetzt schon seit über 18 Stunden!“

Total verschlafen rappel ich mich aus, mein Arm pocht, scheisse die Wunde ist nicht mehr verbunden, Kira muss es bemerkt haben und hat den Verband abgemacht. Was ich sehe lässt Galle in mir hoch steigen. Eine ekelhafte versiffte eiternde und total entzündete Wunde in der Groesse von einem fünf Euro Schein.
Wann ist das bitte so gross geworden?!

„Du hast während du geschlafen hast die ganze Zeit daran gekratzt, zwar durch deinen Pullover aber irgendwann war auch der mit Blut getränkt! Wie lange hast du diese Verletzung schon und woher kommt sie?“

Man das ist peinlich, jetzt muss ich ihr auch noch sagen das ich wie ein Verrückter an meinem Arm rum kratze… „Keine Ahnung ein paar Tage“

„Jonas!“

Ich hasse es wenn Frauen mich beim Namen nennen mit diesem vorwurfsvollen Ton den jeder Mann kennt! „Naja“ ich druckse weiter vor mir rum, was mit einen harten und eiskalten Blick beschert „An dem Tag an dem ich die Baby’s abgeschlachtet habe… abends sass ich hier und habe Ewigkeiten nachgedacht und als ich auf meinen Arm runter geguckt habe war dieser blutig“

„Das ist Tage her du Idiot“

„So schlimm war es ja auch nicht und dann bist du ausgezogen und es wurde schlimmer, ich war immer öfter abwesend und hab immer mehr gekratzt. Ich habe angst verrückt zu werden“.

„Lass mich das jetzt säubern und halt den Mund, solch einen Stuss will ich nicht hören“!

Den Blick den ich dazu bekomme lässt mich mucksmäuschenstill werden. Sie holt das Verbandzeug und fängt an die Wunde zu reinigen, nachdem die erste Eiterschicht ab ist sehe ich erst wie schlimm es geworden ist.
Erschrocken gucken wir uns an und zurück auf meinen freiliegenden Knochen und der entzündeten Haut drum herum die anfängt sich blau zu färben.

„Jonas das sieht aus als würde es faulen, willst du das wir deinen Unterarm amputieren müssen? Sag mir so was doch!!!“

Ich schrecke hoch, amputieren? Habe ich das gerade wirklich gehört???

„Du spinnst doch, pack meinen Arm bloss nicht mehr an“ fauche ich Kira entgegen die erschrocken nach hinten weicht und Charlie auf den Schwanz tritt, die voller schmerzen aufheult.
Ohne mich zu beachten greift sie nach meinem Arm und fängt an diesen zu desinfizieren, als ich sie die Stirn zusammen ziehen sehe weiss ich das mir nichts gutes bevorsteht und sehe wie sie nach Nadel und Faden greift.

„Das muss genäht werden“!

„Nein bitte nicht“ Ich habe absolute Panik doch lasse meinen Arm still vor ihr liegen da ich weiss das es so nicht heilen wird.

„Zieh deinen Gürtel aus“

Ohne etwas zu sagen ziehe ich meinen Gürtel aus, falte ihn drei mal und beisse auf das harte ekelhaft schmeckende Leder als auch schon die Nadel durch meine Haut geht und unter der anderen Seite wieder zum Vorschein kommt. Vorsichtig zieht Kira den ersten Stich zusammen unter meinem schmerzerfülltem Stöhnen. Ich beisse so feste auf den Gürtel das ich es mit der Angst zu tun bekomme, dass mir noch ein Zahn abbricht.
Wieder sinkt die Nadel unter meine Haut, kommt zum Vorschein und zieht meine Haut zusammen. Wiedereinmal laufen mir Tränen über das Gesicht. Nach gefühlten 100 Stichen zieht Kira den Faden zu einem Knoten zusammen, schneidet den restlichen Faden ab, desinfiziert die Wunde und verklebt sie.

Ich sitze mittlerweile zitternd vor ihr als sie einen Schutzverband um die Wunde macht und mir verbietet zu kratzen, als sei ich ein kleines dummes Kind das sich die Wunde aufpulen würde… ok genau so habe ich mich die letzten Tage verhalten…

-> Allgemeines zum Projekt Zombiekalypse  <-

Tagebucheintrag #25

Kira sehe ich während der nächsten Tage nur wenn sie sich was zu essen holt oder unser Bad benutzt. Ich bin total einsam und träume jede Nacht von den Beissern, in der dritten Nacht träume ich so eine scheisse, dass ich mich nicht mehr traue zu schlafen… ich laufe über einen Friedhof, die Sonne geht gerade unter und die Gräber liegen im Schatten während langsam all die Beisser aus den Schatten treten und anfangen die Gräber aufzureissen um an die frisch beerdigten Leichen zu kommen…

Ich schrecke nassgeschwitzt auf und habe solche Panik dass ich zwei Tage gar nicht mehr schlafe. Nach etwas mehr als 50 Stunden fange ich an im stehen einzuschlafen und laufe zu Kira hinüber um sie zu bitten wieder bei mir zu einzuziehen, dieses ständige alleine sein macht mich wahnsinnig, die Wunde an meinem Arm hat sich verschlimmert, ich kriege nichtmal mit wenn ich anfange mich selber zu kratzen und bei den ganzen Bakterien und der definitiv zu kurz kommenden Hygiene derzeit wunder ich mich selber nicht darüber das die Wunde langsam aber sicher einem bösem Infekt gleicht. Ich weiss nicht wie ich das überhaupt solange ausgehalten habe bevor Charlie und Kira meinen Weg gekreuzt haben und meinem Leben endlich wieder ein wenig Hoffnung gegeben haben. Ich habe das Gefühl durchzudrehen… manchmal starre ich Ewigkeiten (zumindest kommt es mir so vor ins Nichts).

Kira treffe ich in meiner alten Hütte schlafend an, wie viel Uhr haben wir denn überhaupt?! Charlie kommt nicht wie gewohnt auf mich zu gerannt sondern bleibt an Kira’s Füßen liegen und knurrt kurz auf, es reicht aus um Kira zu wecken die hektisch und panisch um sich guckt und die Lage checkt.

„Was willst du hier?“

„Bitte Kira es tut mir leid, bitte komm wieder zurück zu mir ich komm alleine nicht mehr klar, ich habe seit über zwei Tagen nicht mehr geschlafen, es plagen mich Albträume und ich habe Angst und bin einsam.“

„Ich bin auch nicht gerne hier alleine, aber guck dir meinen Hals an dann weisste warum ich nicht mit zu dir kommen kann“

Sie zieht langsam ihren Pulli ein paar Zentimeter nacht unten und ein mit Blutergüssen übersäter Hals kommt zum Vorschein. Erschrocken weiche ich ein paar Schritte nach hinten und starre auf meine Hände, wie konnte ich das nur tun?!? Vor allem wie konnte ich das meinem blonden Engel antun?!

„Kira biiiitte“

„Jonas…“

Als ich völlig fertig an der Wand nach unten rutsche und mir die Tränen kommen höre ich nur ein leises „…okay“. Ich schäme mich zu sehr um ihr in die Augen zu sehen als ich mich langsam aufrapple und Kira anfängt ihre paar Sachen zu packen, mir in die Hand zu drücken und mir sagt das ich schonmal vorgehen soll.

Ich lege all ihre Sachen an ihren Platz, setze ein wenig Wasser auf und mache uns einen Tee aus den letzten paar Pfefferminzblätter die ich vor einiger Zeit mal gesammelt habe. Ich komme mir vor wie der letze Idiot, stehe ich hier und koche Tee, nachdem ich die mittlerweile wichtigste Frau in meinem Leben fast erwürgt hätte.

„Erzähl mir von den Träumen, Jonas“

„Die Nacht bricht gerade herein, ich laufe alleine über irgendwelche Friedhöfe, die Gräber liegen im dunklen, ich weiss weder was für ein Friedhof es ist noch warum ich dort rumlaufe. Die Schatten über den Gräbern werden immer größer und ich höre wie die Beisser langsam aus ihren Verstecken kriechen, einige hängen schon über frischen Gräbern, buddeln und schaufeln in der frischen Erde auf der Suche nach den noch nicht verwesten und infizierten Leichen. Die Geräusche die dabei entstehen, wie die Tiere fauchen sie sich gegenseitig an um ja alleine an den Leichen knabbern zu können. Die Beisser beachten mich nicht und ich fange an daran zu zweifeln das ich selbst noch menschlich bin. Ich habe Durst in meinem Traum aber ich weiss nicht nach was… es ist alles so schrecklich.“

Ich spüre Kira’s Hand auf meinem Rücken, wie sie langsam versucht mich zu beruhigen.

„Kira bitte verlass mich nicht nochmal ich brauche dich wirklich, ich drehe sonst noch wirklich durch, ich weiss wie sich das anhört aber es kommt mit echt so vor. Du warst meine Rettung, wir haben weiter gemacht als die Welt schon still stand, zumindest für mich. Die besten Dinge kommen in den kleinsten Stückzahlen…

Verlosung der Blu-Ray vom „Zombieland“-Film auf Facebook

Tagebucheintrag #24

Was zum Teufel sind das für Schmerzen, irgendwas hat mich hart an der rechten Rippe getroffen, es fühlt sich an als wären sie gebrochen. Dieser Schmerz ist realistisch, ich träume nicht mehr, ich schlage meine Augen auf.

Was ich sehe erschreckt mich, meine Hände um Kiras Hals, ihre Augen geschlossen neben ihrem schlaffen Arm und ihrer Hand ein Stück Holz, das hat mich wohl getroffen. Hastig nehme ich die Hände von ihrem Hals.

„Kira, kannst du mich hören? Es tut mir so wahnsinnig leid, bitte mach die Augen auf!“

Keine Reaktion…

Ich traue mich nicht nach ihrem Puls zu suchen, um ihren Hals meine Handabdrücke, bitte lass mich sie nicht erwürgt haben…

Ich rutsche von ihr runter, krabbel neben Sie und fühle an ihrem Hals, da ist ein Puls, ganz schwach aber er ist da. Sie lebt!

Ich versuche sie zu wecken aber nicht passiert, ich verbringe die halbe Nacht neben ihr, betend und flehend das sie aufwacht, doch nichts passiert.
Ich schrecke hoch als ich ein Krächzen höre, Kira steht erschrocken vor unserem einzigen Spiegel.

„Was hast du…“ dann bricht ihr Stimme, sie fängt an zu weinen, ich stehe auf, ignoriere den Schmerz in meiner Rippe, gehe langsam auf sie zu, sie weicht zurück, Panik in ihren Augen, sie hat wirklich Angst vor mir… wer würde es ihr verübeln du Trottel geht es mir durch den Kopf.

„Ich weiß es nicht, als ich wach wurde saß ich auf dir, meine Hände an deinem Hals, du ohne Bewusstsein, ich hab gedacht ich hätte dich erwürgt“

Ich sehe wie ihre Beine nachgeben mache einen Sprung nach vorne bevor Kira auf dem Boden aufschlägt, fange sie und lasse mich mit ihr zusammen zu Boden sinken. Sie versucht alles, strampelt, kratzt, schreit und weint, sie will einfach nur von mir weg, ich halte sie feste, gebe ihr den Halt den sie gerade braucht auch wenn ich der völlig Falsche dafür bin.

„Es tut mir so unendlich leid“

Einige Zeit nachdem Kira sich beruhigt hat ist das einzige was ich von ihr zuhören bekomme:

„Ich ziehe für die nächsten Tage in deine alte Hütte“

„Bitte nicht“

Doch sie ist schon dabei ihre Sachen zu packen, die Handabdrücke an ihrem Hals nehmen langsam bläuliche Töne an. Als sie die Hütte verlässt fange ich an zu weinen, was habe ich nur getan, was passiert mit mir, ich werde verrückt.

Als Charlie hinter Kira herläuft und selbst sie nichtmehr meine Gegenwart ertragen kann fange ich an zu schreien.

Als ich die Augen aufschlage erinnere ich mich nichtmehr daran wann ich aufgehört habe zu Schreien.

Tagebucheintrag #23

Ein zweites Beißerbaby krabbelt über die Gedärme des ersten und toten Babys krabbelnd, mit wahnsinnigen Augen die nach Blut schreien auf mich zu. Ich schlage ein weiteres Mal die Türe zu.

Die Augen des Beißerbabys treten unter dem Druck der Türe aus den Augenhöhlen, zuerst gibt das Linke nach, danach mit einem weitern PLOPP das Rechte. Der Kopf immer noch vorhanden wenn auch in einer absolut untypischen Form will einfach nicht zerplatzen. Ich reiße die Türe auf, schlage sie mit aller Kraft wieder zu, widerhole diese Handlung einmal, zweimal, dreimal…

„Jonas bitte hör endlich auf, du machst mir Angst“

Weitentfernt höre ich eine Stimme schreien, ich merke wie jemand an meiner Arm zieht, ich schlage die Hand die sich um mein Handgelenk legt weg, nur noch darauf konzentriert die Türe aufzureißen und wieder zuzuschlagen.

Ich kriege aus einem Seitwinkel mit wie jemand zwei weiteren Babys die Köpfe abschlägt wie ein Hund bellt, irgendetwas zwischen die Türe gekommen ist, mich etwas nasses kaltes unter einem weiter Schlag an mein Bein spritzt aber kriege irgendwie doch gar nichts mit.

Etwas beißt in meinen Schuh, ich merke den Druck der Zähne auf meinem Fuß, als ich mich vergewissere was es ist sehe ich zum ersten Mal seit einigen Minuten wieder klar, ohne drüber Nachzudenken schüttle ich das Baby vom Fuß und trete es kaputt. Waren es Minuten, Sekunden oder Stunden die ich die Türe immer wieder auf und zu geschlagen habe? Die Dämmerung hat eingesetzt die Küche liegt im Dunkeln und ich bin alleine? Warum zum Teufel bin ich alleine?? Wo ist Kira und wo ist Charlie??

Ich drehe mich um, verlasse das Gebäude über den Weg den wir gekommen sind, renne schon fast zu dem Platz an dem wir unser Auto abgestellt hatten, achte weder auf mögliche Gefahren noch sonstige Geräusche, renne bis meine Lungen schmerzen und trete an die frische Luft, Charlie springt mir entgegen und Kira steht ans Auto gelehnt nur einige Meter vor mir.

Pures Glück durchströmt mich doch als ich näher gehe sehe ich das Kira alles andere als begeistert ist.

„Was ist los“

„Ist das eine ernste Frage, Arschloch?“

„Kira was ist passiert? Ich habe den totalen Aussetzer – ich hab erst realisiert was passiert ist als mich etwas versucht hat in den Fuß zu beißen“

„Du hast ungefähr eine Stunde lang die Türe aufgerissen und zugeschlagen, dabei sind die Tränen übers Gesicht gelaufen und du hast irgendwelche Namen die ganze Zeit geschriehen bis deine Stimme brach und du einfach nur noch ein Krächzen hervorbringen konntest. Ich habe mehrere Male versucht dich wegzuziehen, das einzige was von dir kam war, dass du mich weggestoßen hast“

„Es tut mir leid“ ich schweige, mehr kann ich dazu nicht sagen, was habe ich da nur getan?

Schweigend fahren wir nach Hause, Kira kocht uns was zu essen, klatscht mir den Teller auf den Tisch, isst ihr essen und legt sich ohne ein weiteres Wort ins Bett.

Scheiße, ich habs echt versaut, doch was ist eigentlich mit mir passiert? Warum hatte ich diesen Aussetzer? Stundenlang sitze ich wie in Trance am Esstisch und versuche meine Gedanken zu ordnen, zu begreifen was ich da getan habe. Als Charlie mich mit ihrem Kopf anstößt damit ich sie nach draußen lasse wird mir klar dass ich geistesabwesend die ganze Zeit an meinem Unterarm gekratzt habe. Mein Arm blutend, unter den Fingernägeln Blut und Hautstückchen…

Was mach ich hier? Was passiert gerade mit mir?

Ich verbinde meinen Arm, lasse Charlie raus, warte auf sie während ich versuche alle Beweise zu beseitigen und lege mich danach ins Bett. Hoffentlich sieht Kira das nicht.

Keine Minute später lande ich in der dunkelsten Hölle seit Monaten…

Tagebucheintrag #22

Noch am selben Tag packen wir unsere Sachen und begeben uns auf den Weg in das Dorf. Auf dem Weg dorthin sehen wir Unmengen von Untoten, mehr als ich in den ganzen letzten Monaten gesehen habe. Was ist hier los? Warum kommen sie gerade jetzt alle aus ihren Verstecken? Ob es wohl daran liegt, dass es kälter wird oder ob es daran liegt, dass es kaum noch Menschen und somit Nahrung für sie gibt…? Diese Frage wird mir wohl keiner der Monster beantworten…

„Nur noch ein paar Minuten und wir sind da“ reißt mich Ihre Stimme aus meinen Gedanken.

„Mhmm ok“

Irgendwie ist meine gute Laune verflogen, ich kann mir selber nicht erklären warum, ich habe in den letzten Monaten doch auch jede Menge Beißer gesehen doch heute ziehen mich diese degenerierten, trampelnden Idioten einfach nur runter. Wie sie gegen unser Auto klatschen wenn wir langsam durch die Straßen fahren um herumliegende Dinge zu umfahren und wie der ein oder andere vor das Auto fällt und ihre Köpfe und Körper unter unseren Rädern wie Obst zerplatzen. Unsere Scheiben verschmiert und von dunkelrotem bis schwarzen Blut getränkt… müssen sie uns unser Vorankommen noch schwerer macht als es sowieso schon ist?!? Nicht mal tot sind sie zu was zu gebrauchen geht es mir durch den Kopf, selbst zerplatzt und zermatscht machen sie einem das Leben nur noch schwerer…unnütze Kreaturen!

Wir passieren den Eingang eines kleinen Dorfes, es sieht fast genauso aus wie das Dorf in dem Kira und ich uns getroffen haben, leer, verwüstet und ein paar zerfledderte Leichen über denen die Beißer fleißig knabbernd hängen bevor auch diese sich zu diesen blutdurstige Kreaturen verwandeln werden, denen ich am liebsten auf der Stelle den Kopf abschlagen würde.

Langsam kommt der Wagen zum Stehen, die Straße ist versperrt, es ist unmöglich weiter zukommen und die Autos, die den Weg weiter ins Dorf versperren werden von anderem Schrott umlagert so dass wir sie sicherlich nicht ohne weiteres wegschieben können. Es sieht aus als hätte jemand eine Barriere gebaut aber es kann auch einfach nur Zufall sein. Aus dem Auto heraus kann ich einen Kindergarten, einen Lebensmittelladen und eine Kirche erkennen.

 

„Lass und gucken was wir in dem Lebensmittelladen finden können, er ist nicht allzu weit entfernt so dass wir die Lebensmittel direkt ins Auto tragen könnten“ sagt Kira

„Jap wird gemacht“

Wir steigen aus dem Auto und Charlie läuft ein paar Meter vor uns hin und her, sie sieht ziemlich entspannt aus, es lauert offensichtlich keine Gefahr. Als sie jedoch anhält und an einer der zerfledderten Leichen schnuppert bekomme ich es mit der Angst zu tun. Sie schnuppert, hebt ihr Bein und pinkelt doch tatsächlich an den zermatschen Kopf eines Menschen oder was auch immer es gerade ist, den Zeitpunkt der Verwandlung kann ich nicht feststellen doch diese Bild ist so lustig, dass ich in schallendem Gelächter ausbreche und auch Kira diesem einstimmt als sie sieht was Charlie sich gerade geleistet hat.

Immer noch lachend am Lebensmittelladen angekommen ist sofort sichtbar, dass wir nicht die ersten sind, die diese Idee hatten, obwohl die Scheibe noch ganz ist und der Laden mit einer Kette verschlossen ist, sieht man sofort, dass die Regale absolut leer geräumt sind. Als plötzlich aus einer dunklen Ecke eine blutverschmierte Hand gegen das Fenster schlägt weiß ich warum der Laden verschlossen ist. Aus einer Hand werden 2, dann 5 und am Ende kann ich nicht mal mehr schätzen wie viele Beißer wohl hinter der mittlerweile blutigen Scheibe sitzen müssen. Schnell gehen wir weiter und versuchen unser Glück im Kindergarten. Wir durchsuchen jeden einzelnen Raum um sicherzugehen das hier nicht auch ein weiteres Versteck der Untoten ist und arbeiten uns bis zur Küche hervor. Der Weg ist von Kinderleichen, Kinder-Untoten ohne Köpfe und kleinen zermatschen Körpern übersäht.

Wie hatte ich nicht daran denken können, dass auch Kinder vor dem Virus nicht geschützt sind?! Dieses Schaubild verschlägt mir wirklich die Sprache und für einen Moment wünsche ich mir alleine zu sein. Wir finden die Küche voller Vorräte und sammeln schnell alles zusammen was wir in einer gewissen Art und Weise brauchen können. Zu unserem Glück finden wir neben Lebensmitteln wie Konserven und Gläser auch einige Töpfe, einen Gaskocher inklusive Gasflasche, Töpfe, Messer und einige andere nützliche Gegenstände.

Anhand eines Grundrissplans ist zu sehen dass wir auch durch einen zweiten Ausgang in einem Raum weiter als die Küche aus dem Haus gelangen, was uns beiden wesentlich schneller erscheint. Wir beschließen mit der ersten „Ladung“ unser Glück zu versuchen und ich öffne mit meinem Ellenbogen die Türe. Was mir entgegenschlägt ist ein bestialischer Geruch nach vollgeschissenen Windeln, Blut und Verwesung.

Vor Schreck trete ich einen Schritt zurück, trete dabei Kira auf den Fuß die mich gerade anschreien will als sie sieht was auf mich zu gekrochen kommt. Sechs Baby und das was von einem Baby übrig ist… Untote kleine zugeschissenen und blutüberströmte Babys.

Ich lasse mein „Paket“ an Proviant fallen schnappe mir den Türgriff und versuche die Türe zuzuschlagen doch bevor sie auch nur ganz zu ist zerplatz der Kopf eines dieser Monster…

Tagebucheintrag #21

Ich werde durch Charlies bellen wach, erschrocken drehe ich mich um und da liegt Sie in ihrer ganzen Schönheit. Die blonden Locken fallen in ihr Gesicht, ich könnte sie stundenlang angucken. Sei kein jugendlicher Trottel ermahne ich mich selber und schaue nach Charlie während Kira sich einfach nur umdreht und weiterschläft. Ihr Top ist leicht nach oben gerutscht während Sie sich gedreht hat. Was würde ich dafür geben mit meinen Fingern über ihren flachen Bauch zu streicheln…

Charlie bellt ein weiteres mal, ich drehe meinen Kopf in Richtung Türe, und sehe wie sie an der Türe kratzt. Langsam suche ich meine Klamotten zusammen und gehe gemeinsam mit Ihr vor die Türe um zu sehen was sie so in Rage versetzt. Ohne zu zögern rennt sie zum Eingangstor des Dorfes und kratzt auch hier. Ein paar Schritte weiter steht eine Leiter die ich holen gehe um vorsichtig über das Tor zu gucken. Direkt unter mir steht eine ganze Horde Beißer, es sind mindestens 20-25 Stück und alle wollen sie in unser Dorf. Als etwas mein Bein berührt greife ich nach dem Messer und drehe mich hurtig um.

„Hey ich bins nur“

„Erschreck mich doch nicht so“!

„Sorry, ich hab die Geräusche gehört und wollte nachsehen was los ist“

„Eine ganze Horde Beißer steht direkt vor dem Tor, nicht mehr lange und das Tor könnte nachgeben, wir müssen schnell was unternehmen“

„Warte“!

Na toll was plant die Dame denn jetzt schon wieder geht es mir durch den Kopf als Kira schon außer Sichtweite ist. Einige Sekunden später erscheint sie wieder mit jeweils einem Kanister in jeder der Hand. Ich habe die Kanister gesehen, sie lagen mit einigem anderen Krempel auf der Ladefläche ihres Autos.

„Komm von der Leiter runter Jonas“

Ich „gehorche“ ohne weitere Fragen zu stellen und lasse Sie auf die Leiter steigen. Sie deutet auf den roten Kanister und flüstert nur „reich mir den mal bitte hoch“, auch dies tu ich ohne nachzufragen. Als Sie den Kanister öffnet muss ich fast kotzen, der Geruch der aus diesem kommt ist unfassbar ekelhaft!

„Was zum Teufel ist das?!?!?!“

„Menschenblut“

„Was?!“ ich kann nicht fassen, das „mein“ blonder Engel gerade gesagt hat, dass Sie Menschenblut mit sich rumschleppt. Unfassbar warum gerate immer ICH an die Verrückten?!

Sie hebt den Kanister über das Tor, lehnt sich nach vorne und gießt in einer fließenden Bewegung einige Tropfen Blut in einem Bogen über das Tor.

Natürlich lässt das Blut die Beißer förmlich ausrasten und sie hechten zu der Stelle wo das Blut auf dem Boden gelandet ist.

„Schnell den anderen Kanister bitte“

Schlimmer als das Blut kann es nicht sein, zumindest hoffe ich dies und reiche ihr auch diesen um den mittlerweile blutigen Kanister entgegenzunehmen.

Sie öffnet auch den und der Geruch von Benzin steigt mit in die Nase. Sie schüttet wesentlich mehr aus diesem Kanister in die tobende Menge unter ihr, verschließt den Kanister und gibt ihn mir wieder. Sie greift in ihre Jeans, holt ihre Streichhölzer aus der Tasche, zündet eins an und schmeißt es in die Menge!

WOW

Degenerierte, fauchende Kreaturen fallen gegeneinander und brennen innerhalb kürzester Zeit zu einem kleinen Haufen Asche zusammen.

„Solange du Beißer mit Blut fütterst kannst du mit ihnen machen was du willst und sie bemerken es erst wenn es längst zu spät ist“.

Diese Frau ist unglaublich, was anderes fällt mir zu ihr wirklich nicht ein. Nach einem ausgiebigen Frühstück planen wir unsere nächste Woche.

Wir haben zwar noch eine Menge Vorräte aber der Winter bricht immer mehr ein und für den ganzen Winter wird es definitiv nicht reichen. Wir entscheiden uns in den nächsten Tagen zu einem Ort zu fahren den Kira einige Tage vor unserer Zusammenkunft passiert hatte…

Tagebucheintrag #20

Mein Blick huscht zum Auto bzw. zu der Ladefläche auf der Charlie es sich bequem gemacht hatte um auf uns zu „warten“. Sie sitzt zum Glück noch immer auf dem Wagen an genau derselben Stelle doch mittlerweile in Angriffsstellung. „Platz“ schreie ich und ich sehe wie Sie sich wieder hinlegt.

Mein Gott wenigstens muss ich mir nicht auch noch Sorgen um sie machen. Der Gedanke, dass Kira verletzt werden könnte lässt mich schon ganz panisch werden. Ich sehe wie sie das erste Mal ausholt, das Messer in ihrer rechten Hand. Mit voller Kraft trifft Sie den ersten Beißer und trennt erst ihm und mit demselben Schlag auch noch einem zweiten den Kopf von den Schultern und wird von ihrem Blut bespritzt. Ohne es sich auch nur wegzuwaschen oder angeekelt zu sein greift sie den nächsten Untoten an.

Man – diese Frau weiß was sie tut, wie kann Sie dabei nur so verdammt sexy aussehen? Reiß dich zusammen Jonas, dies ist eine gefährlich Situation geht es mir durch den Kopf. Nachdem schon der 3te und dann der 4te Kopf an meinen Füßen vorbei rollt und blutige Spuren auf dem Boden zu sehen sind. Soviel Vorsprung kann ich keiner Frau lassen, egal wie sexy sie dabei wirkt. Ich greife mit meiner linken Hand in meinen Hosenbund und ziehe ein Messer hervor, in der rechten Hand meine Axt. Der erste Beißer rennt auf mich zu und ich spalte ihm seinen hässlichen Kopf in zwei Teile. Einer nach dem anderen fällt zerstückelt zu Boden. Wir sind beide vom Blut sowie Gewebe und Hirnmasse der Degenerierten bedeckt.

Überall liegen Gliedmaßen um uns herum als weitere Beißer auf uns zu gehumpelt kommen. Es werden zwar weniger doch trotzdem werden wir immer noch ziemlich stark angegriffen, es ist kein Ende in Sicht.

Ich ducke mich unter einem Beißer hindurch, verpasse ihm einen Tritt in den Rücken der ihn zu Boden wirft und zertrete seinen Kopf mit meinem rechten Schuh, alles was übrig bleibt ist ein Haufen „Matsch“. Das Bild einer geplatzten Wassermelone schießt mir durch den Kopf.

Ich schreie meiner Partnerin zu: „Kommst du einen Moment alleine klar?“ Ein abgetrennter Arm und ein Nicken sind die Antwort auf meine Frage. Ich laufe zu einem der nächsten Läden, schnappe mir einen Untoten und schlage mit dessen Kopf die Ladenscheibe ein bevor auch er seinen Kopf verliert. Ich greife nach einer Spraydose und schreie rennend zurück zu Kira.

„Wo ist dein Feuerzeug“

„Rechte Seite in meiner Po-Tasche“

Rücken an Rücken kämpfen wir uns durch die Masse an Zombies bis sich der Moment ergibt an dem ich in Ihre Tasche nach dem Feuerzeug greife. Vielleicht verweilt meine Hand ein paar Sekunden zulange in Ihrer Tasche als ein Räuspern und der Kommentar „denkst du das ist der richtige Zeitpunkt?“ mich in den Gegenwart zurückholt.

Sie grinst, ich grinse. „Du bist ein genauso gesteuertes Wesen“ ich greife ein letztes Mal zu, lasse die Axt zu Boden fallen und halte das Feuerzeug vor die Dose. Ich lasse das Feuerzeug an und drücke den Kopf der Spraydose und ein helles Feuer durchleuchtet die Nacht. Der Beißer direkt vor mir geht sofort in Flammen auf und rennt dumm, wie er ist direkt in zwei weitere Untote die anfangen zu brennen. Ein bestialischer Gestank kommt uns entgegen… Was ein Gedanke, Bestien die bestialisch stinken. Ich grinse schon wieder. Ich versuche so viele Untote wie möglich in Brand zu setzen und uns einen kleinen Spielraum zu schaffen in dem wir beide zum Eingang des Hauses rennen und die Matratzen sowie den Guss Ofen holen und auf die Ladefläche hieven. Bevor ich die Ladeklappe verschließe springt Charlie runter und rennt zur Fahrertüre, Kira ihr hinterher, ich zur Beifahrerseite. Wir springen in den Wagen und Kira lässt die Zündung an als etwas gegen das Beifahrerfenster schlägt. Peinlicherweise bin ich derjenige der Zusammenzuckt. ich kassiere ein freches Lachen, das mir die Röte ins Gesicht steigen lässt bevor Sie einen Gang einlegt und bis zum Eingangstor des Dorfes fährt.

Ich steige aus dem Jeep und verschließe das Tor. Als ich wieder einsteigen möchte und nach dem Türgriff greife lässt Kira den Wagen ein paar Zentimeter nach vorne rollen, das ganze geschieht dreimal bevor sie mich einsteigen lässt.

„Miststück“ entfährt es mir grinsend.

„Schwanzgesteuertes etwas“ ist alles was ich zuhören bekomme bevor Sie uns drei zurück ins Dorf fährt….