Kategorie: Tagebuch

Tagebucheintrag #5

Vorsichtig suche ich die Gegend um das Gebäude nach brauchbaren Dingen ab, als  plötzlich unweit von mir etwas raschelt, schnell und leise schleiche ich mich in das Gebäudeinnere um nicht von allen Seiten angreifbar zu sein und halte Ausschau nach der Quelle des Geräuschs. Ich sehe einen Hasen unweit meines Verstecks. Ohne zu Zögern greife ich nach meinem Bogen und hoffe darauf, dass meine Pfeilspitze diesmal ihre Aufgabe erfüllt und das Tier tödlich treffen wird und nicht wie in meinen Zielübungen einfach zersplittert. Langsam und ohne Geräusch spanne ich den Bogen, fixiere mein Ziel und treffe den Hasen der auf der Stelle tot umfällt.

Endlich ein kleiner Erfolg, der nach den vergangen Tagen ein Highlight in meinem Leben bildet. Endlich etwas zu essen, jetzt muss ich nur noch eine Möglichkeit finden ein Feuer zu machen um den Hasen zuzubereiten. Schnell laufe ich zu meiner Beute um sie an mich zu nehmen und um zu verhindern dass der Boden vom Blut des Hasen getränkt wird, um am Leben zu bleiben muss ich  alles verhindern, dass die „Beißer“ auf meine Fährte locken könnte. Ich suche noch den Rest der Gegend ab und finde eine Feldflasche und ein Notfallpaket, beides hat das Feuer unbeschadet überlebt. Ich nehme beides an mich und bemerke dass die Dämmerung eingesetzt hat und mache mich zurück auf den Weg in mein Versteck, wo ich eine weitere Nacht verbringen werde.

In meinem Versteck angekommen begutachte ich meine heutige Ausbeute genauer, das gefundene Notfallpaket beinhaltet neben Verband und Pflaster, eine Schere, Nadel und Faden sowie eine kleine wasserdichte Box mit Streichhölzern. Endlich habe ich ein wenig Glück, die Streichhölzer bringen mich meinem Abendessen näher. Bevor die Nacht einbricht mache ich mich noch einmal auf den Weg um nach Feuerholz zu suchen um mir mein Abendessen zuzubereiten. Nicht mal eine halbe Stunde später brutzelt der gehäutete Hase über einem kleinen Feuer vor sich hin. Das Wasser läuft mir im Mund zusammen, nachdem ich mich die letzten Tage nur von Pilzen, Wurzeln und Beeren ernährt habe.

Tagebucheintrag #4

Auf dem Weg in die Stadt entdecke ich unweit einer Bahnstrecke ein kleines Gebäude welches vollkommen ausgebrannt ist. Das gesamte Bauwerk ist stark in Mitleidenschaft gezogen so dass es mir nicht ausreichend Schutz bieten kann. Dass es noch bis obenhin voll mit verbranntem Unrat und Asche ist, kommt noch dazu. Dennoch entschließe ich mich das Gebäude näher in Augenschein zu nehmen – vielleicht finde ich ja doch noch etwas brauchbares, was nicht komplett verkohlt ist.

Bevor ich diesen Plan jedoch in Angriff nehme, ziehe ich mich noch einige Minuten ins Unterholz zurück und beobachte zunächst etwas die Umgebung. Falls Untote in der Nähe sind, verschiebe ich die Aktion lieber auf einen späteren Zeitpunkt denn ganz lautlos wird die Aktion vermutlich nicht werden.

Als sich nach guten 30 Minuten nichts in der Umgebung bewegt und ich auch durch mein Fernglas niemanden entdecken konnte, beginne ich vorsichtig mich durch den Unrat zu wühlen. Ich muss höllisch aufpassen, dass ich mich nicht an rostigen Nägeln oder dem anderen Schrott verletze.
Es scheint sich offensichtlich um Industrieabfall zu handeln – jedenfalls lassen die Unterlagen Rückschlüsse auf eine Firma zu und die Metallteile sehen auch aus als würden sie eher einer Fabrik entstammen als einem Privathaushalt.
Leider finde ich absolut nichts brauchbares in dem Gebäude – doch um das Gebäude herum liegt auch noch jede Menge Schrott, der vom Feuer verschont geblieben ist.

Tagebucheintrag #3

Bei meinen Streifzügen durch die umgebende Vegetation versuche ich mich meist so leise wie möglich zu bewegen, zum einen damit keine Untoten auf mich aufmerksam werden und zum anderen auch damit ich kein Wild aufscheuche welches mir für mehrere Tage eiweissreiche Nahrung liefern könnte.

Der Wald bietet eine große Auswahl an Nahrungsquellen für mich, neben essbaren Pilzen und Beeren entdecke ich auch immer wieder Kaninchen und auch größeres Wild.
Für die Jagd auf die Wildtiere habe ich mir aus einem elastischen Ast und einer Schnur von meinem Rucksack einen provisorischen Bogen gebaut. Die Pfeile habe ich mir mit meinem Jagdmesser geschnitzt – bei ersten Zielübungen erwiesen sich die Pfeile jedoch als nicht hart genug für die Jagd auf größere Beutetiere.
Um die Pfeilpitzen zu härten würde ich ein Feuer benötigen doch leider habe ich im Moment weder Streichhölzer noch ein Feuerzeug zur Verfügung..

Nicht weit von mir auf einer Lichtung habe ich ein offensichtlich verlassenes Lager entdeckt welches ich näher in Augenschein nehmen möchte. Auf den ersten Blick konnte ich durch mein Fernglas einige interessante Dinge entdecken, die sich durchaus als nützlich erweisen könnten. Auch eine Feuerstelle konnte ich entdecken. Ich möchte allerdings ungern unvorbereitet auf hungrige „Beisser“ treffen, die dort umherirren könnten – Ich vermute nämlich, dass das Lager nicht grundlos verlassen ist.

Daher verfolge ich zunächst erstmal meinen bisherigen Plan mich mit Ausrüstungsgegenständen und Waffen einzudecken und werde dann zum Lager zurückkehren. Der Weg ins Dorf erscheint mir zunächst als sicherer ist jedoch auch sehr heikel und wahrlich kein Spaziergang doch ich hoffe wirklich, dass es sich lohnt…

Tagebucheintrag #2

Die Apokalypse, die ihren Ursprung im Ausbruch des tödlichen Virus hat, nimmt weiterhin erschreckende Ausmaße an. Jeden Tag muss ich über Hunderte von Leichen steigen und auch „lebende Tote“ kreuzen regelmäßig meinen Weg.
Da meine Ausrüstung weiterhin sehr bescheiden ist, versuche ich direkten Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Zum Schlafen oder Rrasten suche ich mir oft höhergelegene Orte an denen ich vor direkten Angriffen geschützt bin und die mir einen guten Überblick über die Umgebung bieten. In einem Hochstand habe ich kürzlich einen Feldstecher gefunden. Dieser hat sich schon mehrfach als nützlich erwiesen da ich zunächst die Umgebung genau sondieren konnte bevor ich mich für einen Weg entschieden habe.

Der Wald in dem ich mich befinde, bietet mir noch ausreichend Schutz da die meisten Zombies durch ihren Blutdurst getrieben weiter in den Innenstädten umherziehen, wo sich vermutlich noch viel Nahrung für sie findet. Doch selbst hier im entfernten Wald bemerke ich, dass sich ihre Zahl weiterhin Tag für Tag erhöht.
Die heruntergekommenen Schilder an einigen Bäumen deuten darauf hin, dass sich in der Nähe ein kleines Dorf befindet. Ich werde die nächsten Tage versuchen mich dort unbemerkt hinzuschleichen um meine Vorräte aufzustocken. Auch eine Werkstatt oder ein Waffenladen wären natürlich eine super Gelegenheit mich etwas aufzurüsten mit Waffen, Werkzeug oder anderen Ausrüstungsgegenständen, die mir in diesem Überlebenskampf nützlich sein können.

Meine Ausrüstung besteht im Moment nur aus den wenigen Dingen, die ich kurz vor der Flucht noch in meinen Rucksack packen konnte, bevor die Stadt von den Untoten regelrecht überrannt wurde. Mein Messer hat mir bislang stets treue Dienste geleistet doch ich möchte mein Leben ungern von einem einzigen Messer abhängig machen und würde es bevorzugen etwas Großkalibriges in meiner Nähe zu haben, mit dem ich mich auch aus sicherer Entfernung verteidigen kann.

Wer schon einmal einen Survivalurlaub gemacht hat oder auch einen Campingurlaub im Zelt, der weiss, dass die wichtigsten Dinge Wasser, Nahrung und trockene Klamotten sind. Da die Temperaturen nachts stetig weiter fallen muss ich zusehen, dass ich ein kleines Feuer entfachen kann. Ausser als Wärmequelle, bietet es mir die Möglichkeit mein Trinkwasser abzukochen um mich vor etwaigen Krankheitserregern zu schützen. Ich möchte hier draussen ungern an einer Darmerkrankung leiden wenn ich stets damit rechnen muss von Beissern angegriffen zu werden.

Tagebucheintrag #1

Dies ist das Tagebuch der Apokalypse .. eine verheerende Epidemie breitet sich über das ganze Land aus und lässt Menschen zu Wesen werden, die nur noch einen Trieb verfolgen: Den Trieb zu fressen…

Ich schreibe diese Zeilen in mein Tagebuch während ich in meinem provisorischen Unterschlupf im Wald meinen Tag und meine Marschroute plane. Für mich geht es jetzt um das reine Überleben. Ich habe keine Zeit mich um belanglose Dinge zu kümmern denn auch für mich hat die Nahrungssuche im Moment höchste Priorität.
Größere Städte zu betreten ist im Moment ein Todesurteil, dort wimmelt es nur so vor Untoten, die getrieben vor Hunger durch die Straßen irren.
Von den Zombies, die man aus diversen Filmen kennt, unterscheiden sich diese echten vor allem in einer Sache: Sie sind schnell. Nicht alle, aber sehr viele… ich habe die Vermutung, dass ihre motorischen Fähigkeiten davon abhängig sind, wann sie mit dieser Seuche infiziert wurden.
So sind frisch-infizierte meist deutlich schneller als „ältere Zombies“ und somit auch gefährlicher für mich.

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Mein Tag beginnt wie die letzten Tage sehr früh, schon zu Sonnenaufgang werde ich wach und ich fühle mich gerädert. Die wenigen Stunden, die ich letzte Nacht schlafen konnte, waren alles andere als entspannend. Dennoch bin ich froh, dass ich eine weitere Nacht unverletzt und unbemerkt überstanden habe. Doch ich weiß, dass ich bald weiterziehen muss da auch diese Gegend bald vermutlich nicht mehr ausreichend Schutz für mich bieten wird.