Tagebucheintrag #21

Ich werde durch Charlies bellen wach, erschrocken drehe ich mich um und da liegt Sie in ihrer ganzen Schönheit. Die blonden Locken fallen in ihr Gesicht, ich könnte sie stundenlang angucken. Sei kein jugendlicher Trottel ermahne ich mich selber und schaue nach Charlie während Kira sich einfach nur umdreht und weiterschläft. Ihr Top ist leicht nach oben gerutscht während Sie sich gedreht hat. Was würde ich dafür geben mit meinen Fingern über ihren flachen Bauch zu streicheln…

Charlie bellt ein weiteres mal, ich drehe meinen Kopf in Richtung Türe, und sehe wie sie an der Türe kratzt. Langsam suche ich meine Klamotten zusammen und gehe gemeinsam mit Ihr vor die Türe um zu sehen was sie so in Rage versetzt. Ohne zu zögern rennt sie zum Eingangstor des Dorfes und kratzt auch hier. Ein paar Schritte weiter steht eine Leiter die ich holen gehe um vorsichtig über das Tor zu gucken. Direkt unter mir steht eine ganze Horde Beißer, es sind mindestens 20-25 Stück und alle wollen sie in unser Dorf. Als etwas mein Bein berührt greife ich nach dem Messer und drehe mich hurtig um.

„Hey ich bins nur“

„Erschreck mich doch nicht so“!

„Sorry, ich hab die Geräusche gehört und wollte nachsehen was los ist“

„Eine ganze Horde Beißer steht direkt vor dem Tor, nicht mehr lange und das Tor könnte nachgeben, wir müssen schnell was unternehmen“

„Warte“!

Na toll was plant die Dame denn jetzt schon wieder geht es mir durch den Kopf als Kira schon außer Sichtweite ist. Einige Sekunden später erscheint sie wieder mit jeweils einem Kanister in jeder der Hand. Ich habe die Kanister gesehen, sie lagen mit einigem anderen Krempel auf der Ladefläche ihres Autos.

„Komm von der Leiter runter Jonas“

Ich „gehorche“ ohne weitere Fragen zu stellen und lasse Sie auf die Leiter steigen. Sie deutet auf den roten Kanister und flüstert nur „reich mir den mal bitte hoch“, auch dies tu ich ohne nachzufragen. Als Sie den Kanister öffnet muss ich fast kotzen, der Geruch der aus diesem kommt ist unfassbar ekelhaft!

„Was zum Teufel ist das?!?!?!“

„Menschenblut“

„Was?!“ ich kann nicht fassen, das „mein“ blonder Engel gerade gesagt hat, dass Sie Menschenblut mit sich rumschleppt. Unfassbar warum gerate immer ICH an die Verrückten?!

Sie hebt den Kanister über das Tor, lehnt sich nach vorne und gießt in einer fließenden Bewegung einige Tropfen Blut in einem Bogen über das Tor.

Natürlich lässt das Blut die Beißer förmlich ausrasten und sie hechten zu der Stelle wo das Blut auf dem Boden gelandet ist.

„Schnell den anderen Kanister bitte“

Schlimmer als das Blut kann es nicht sein, zumindest hoffe ich dies und reiche ihr auch diesen um den mittlerweile blutigen Kanister entgegenzunehmen.

Sie öffnet auch den und der Geruch von Benzin steigt mit in die Nase. Sie schüttet wesentlich mehr aus diesem Kanister in die tobende Menge unter ihr, verschließt den Kanister und gibt ihn mir wieder. Sie greift in ihre Jeans, holt ihre Streichhölzer aus der Tasche, zündet eins an und schmeißt es in die Menge!

WOW

Degenerierte, fauchende Kreaturen fallen gegeneinander und brennen innerhalb kürzester Zeit zu einem kleinen Haufen Asche zusammen.

„Solange du Beißer mit Blut fütterst kannst du mit ihnen machen was du willst und sie bemerken es erst wenn es längst zu spät ist“.

Diese Frau ist unglaublich, was anderes fällt mir zu ihr wirklich nicht ein. Nach einem ausgiebigen Frühstück planen wir unsere nächste Woche.

Wir haben zwar noch eine Menge Vorräte aber der Winter bricht immer mehr ein und für den ganzen Winter wird es definitiv nicht reichen. Wir entscheiden uns in den nächsten Tagen zu einem Ort zu fahren den Kira einige Tage vor unserer Zusammenkunft passiert hatte…

Tagebucheintrag #20

Mein Blick huscht zum Auto bzw. zu der Ladefläche auf der Charlie es sich bequem gemacht hatte um auf uns zu „warten“. Sie sitzt zum Glück noch immer auf dem Wagen an genau derselben Stelle doch mittlerweile in Angriffsstellung. „Platz“ schreie ich und ich sehe wie Sie sich wieder hinlegt.

Mein Gott wenigstens muss ich mir nicht auch noch Sorgen um sie machen. Der Gedanke, dass Kira verletzt werden könnte lässt mich schon ganz panisch werden. Ich sehe wie sie das erste Mal ausholt, das Messer in ihrer rechten Hand. Mit voller Kraft trifft Sie den ersten Beißer und trennt erst ihm und mit demselben Schlag auch noch einem zweiten den Kopf von den Schultern und wird von ihrem Blut bespritzt. Ohne es sich auch nur wegzuwaschen oder angeekelt zu sein greift sie den nächsten Untoten an.

Man – diese Frau weiß was sie tut, wie kann Sie dabei nur so verdammt sexy aussehen? Reiß dich zusammen Jonas, dies ist eine gefährlich Situation geht es mir durch den Kopf. Nachdem schon der 3te und dann der 4te Kopf an meinen Füßen vorbei rollt und blutige Spuren auf dem Boden zu sehen sind. Soviel Vorsprung kann ich keiner Frau lassen, egal wie sexy sie dabei wirkt. Ich greife mit meiner linken Hand in meinen Hosenbund und ziehe ein Messer hervor, in der rechten Hand meine Axt. Der erste Beißer rennt auf mich zu und ich spalte ihm seinen hässlichen Kopf in zwei Teile. Einer nach dem anderen fällt zerstückelt zu Boden. Wir sind beide vom Blut sowie Gewebe und Hirnmasse der Degenerierten bedeckt.

Überall liegen Gliedmaßen um uns herum als weitere Beißer auf uns zu gehumpelt kommen. Es werden zwar weniger doch trotzdem werden wir immer noch ziemlich stark angegriffen, es ist kein Ende in Sicht.

Ich ducke mich unter einem Beißer hindurch, verpasse ihm einen Tritt in den Rücken der ihn zu Boden wirft und zertrete seinen Kopf mit meinem rechten Schuh, alles was übrig bleibt ist ein Haufen „Matsch“. Das Bild einer geplatzten Wassermelone schießt mir durch den Kopf.

Ich schreie meiner Partnerin zu: „Kommst du einen Moment alleine klar?“ Ein abgetrennter Arm und ein Nicken sind die Antwort auf meine Frage. Ich laufe zu einem der nächsten Läden, schnappe mir einen Untoten und schlage mit dessen Kopf die Ladenscheibe ein bevor auch er seinen Kopf verliert. Ich greife nach einer Spraydose und schreie rennend zurück zu Kira.

„Wo ist dein Feuerzeug“

„Rechte Seite in meiner Po-Tasche“

Rücken an Rücken kämpfen wir uns durch die Masse an Zombies bis sich der Moment ergibt an dem ich in Ihre Tasche nach dem Feuerzeug greife. Vielleicht verweilt meine Hand ein paar Sekunden zulange in Ihrer Tasche als ein Räuspern und der Kommentar „denkst du das ist der richtige Zeitpunkt?“ mich in den Gegenwart zurückholt.

Sie grinst, ich grinse. „Du bist ein genauso gesteuertes Wesen“ ich greife ein letztes Mal zu, lasse die Axt zu Boden fallen und halte das Feuerzeug vor die Dose. Ich lasse das Feuerzeug an und drücke den Kopf der Spraydose und ein helles Feuer durchleuchtet die Nacht. Der Beißer direkt vor mir geht sofort in Flammen auf und rennt dumm, wie er ist direkt in zwei weitere Untote die anfangen zu brennen. Ein bestialischer Gestank kommt uns entgegen… Was ein Gedanke, Bestien die bestialisch stinken. Ich grinse schon wieder. Ich versuche so viele Untote wie möglich in Brand zu setzen und uns einen kleinen Spielraum zu schaffen in dem wir beide zum Eingang des Hauses rennen und die Matratzen sowie den Guss Ofen holen und auf die Ladefläche hieven. Bevor ich die Ladeklappe verschließe springt Charlie runter und rennt zur Fahrertüre, Kira ihr hinterher, ich zur Beifahrerseite. Wir springen in den Wagen und Kira lässt die Zündung an als etwas gegen das Beifahrerfenster schlägt. Peinlicherweise bin ich derjenige der Zusammenzuckt. ich kassiere ein freches Lachen, das mir die Röte ins Gesicht steigen lässt bevor Sie einen Gang einlegt und bis zum Eingangstor des Dorfes fährt.

Ich steige aus dem Jeep und verschließe das Tor. Als ich wieder einsteigen möchte und nach dem Türgriff greife lässt Kira den Wagen ein paar Zentimeter nach vorne rollen, das ganze geschieht dreimal bevor sie mich einsteigen lässt.

„Miststück“ entfährt es mir grinsend.

„Schwanzgesteuertes etwas“ ist alles was ich zuhören bekomme bevor Sie uns drei zurück ins Dorf fährt….

Verlosung für Facebook-Fans

Heute mal kein Tagebucheintrag sondern eine Verlosung für alle Facebook-Fans von Zombiekalypse.
Wenn bis zum 01.04.2013 mindestens 100 Fans erreicht sind, wird zunächst die Zombiefilm DVD „Shaun Of The Dead“ verlost.

fb2

Wenn diese Verlosung gut ankommt, werden in nächster Zeit noch weitere themenrelevante Verlosungen folgen.

 

Tagebucheintrag #19

Wieder einigermaßen zusammengeflickt und mit gepackter Tasche mache ich mich auf den Weg zurück in mein Lager, in der Hoffnung, dass keiner der Beißer durch das Tor gekommen ist und ich zurück in mein sicheres Dorf komme. Der Rückweg vergeht wie im Flug, meine Laune ist ja auch außergewöhnlich gut.
Charlie scheint dies zu bemerken, denn auch sie rennt und springt verspielter als ich sie je gesehen habe durch den Wald. Das Tor ist noch immer genauso verschlossen wie ich es am Tag zuvor hinterlassen habe und ich sperre es hinter mir sorgfältig ab, bevor ich meine Tasche in meine Hütte bringe und mich zur Räucherhütte begebe um nach dem Fleisch zu gucken. Es riecht mir über den ganzen Innenhof entgegen,

Es kommt mir die Frage in den Sinn ob der Geruch von gegartem Fleisch wohl auch Beißer anlockt?! Oder ist es wirklich nur die Kombination von rohem Fleisch und Blut?! Ich werde Kira fragen wenn ich sie das nächste mal sehe und schon huscht wieder ein Grinsen über mein Gesicht.
Nach einem absolut „normalen“ und entspannten Abend, (und ja ich weiß wie sich das anhört, aber nach der langen Zeit der Einsamkeit ist ein solcher normaler Abend bei dem geredet, gegessen, gelacht und Erfahrungen ausgetauscht werden das BESTE in der Welt) mit dem blonden Engel Kira haben unsere Wege sich für die nächsten paar Tage getrennt.

Ich habe ihr von meinem Dorf erzählt und der Sicherheit, die es bietet und sie mir von ihrem Unterschlupf, der allerdings keinerlei Sicherheit bietet. Sie war auch nur in dem kleinen Dorf um noch Vorräten zu suchen. Ihr Vorteil ist, dass sie ein Auto besitzt, mit dem sie die letzten Monate unendlich viele Kilometer zurück gelegt hat. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir uns in 3 Tagen wieder in dem Dorf treffen um gemeinsam alles was möglich und brauchbar ist aus dem Dorf zu holen und Kira in mein Dorf zu bringen. Uns beiden kam es wie ein Segen vor nicht mehr alleine unterwegs sein zu müssen. Es ist sicherer, psychisch wie auch physisch, wenn wir schon überleben sollten wir wohl besser nicht noch verrückt werden…

Zombie Warnschild als Kunstdruck bei Amazon kaufen

Zombie Warnschild als Kunstdruck bei Amazon kaufen

Die Tage vergehen wie im Flug, ich habe die Größte der Hütten repariert, abgedichtet und alle meine Sachen aus meiner Hütte in die Neue gebracht, es ist sicherer, dass wir zusammen wohnen und in meiner Hütte wäre sicherlich nicht genügend Platz für uns beide und den Hund gewesen.
Es ist eindeutig wärmer in dieser Hütte und ich freue mich auf den kleinen gusseisernen Ofen, den ich hier einbauen werde wenn wir ihn aus dem kleinen Dorf mitbringen, genauso wie die zwei Matratzen. Es war absolut himmlisch auf einer Matratze zu schlafen nachdem man wochenlang auf dem halten harten Boden geschlafen hat. Ich reiße am zweiten Tag einer der ungenutzten Hütten ab und zimmere aus den Brettern einen Tisch und eine Bank sowie kleine Erhöhungen für die Matratzen.
Kira besitzt einen großen Geländewagen und wir haben vor heute so viele Sachen wie möglich in mein, nein, jetzt ist es ja UNSER Dorf zu bringen, Lagermöglichkeiten habe ich ja definitiv genug hier, und die meisten Hütten sind so dicht, dass die Sachen keinen Schaden davon tragen sollten wenn sie den Winter über gelagert werden. Der Tag wird anstrengend aber es ist der vermeintlich schönste Tag seit Wochen und ich renne fast in das Dorf zurück zu Kira.

Wartend steht sie an dem großen Jeep.. Die nächsten 6 Stunden verbringen wir damit den Jeep zweimal zu beladen und die Sachen ins Dorf zu fahren und sicher zu verstauen bevor die Abenddämmerung einbricht.

Wir einigen uns darauf ein letztes mal in das Dorf zu fahren um die Matratzen und den Ofen zu holen, da diese Dinge einfach zu sperrig und schwer waren für die ersten beiden Transporte. Alles steht schon im Eingang von dem Haus aus dem wir unser Mobiliar geholt haben bereit, doch als Kira nach der ersten Matratze greift schnellt ein Arm aus der Dunkelheit hervor und zerreisst Kiras Pullover.

 

Zombiekeks-Dose bei Amazon kaufen

Zombiekeks-Dose bei Amazon kaufen

Blitzschnell greift sie mit dem freien Arm unter ihren Pullover und ein riesiges Messer schnellt mit ihrer Hand nach vorne und trennt dem Beißer den Arm ab. Wenige Sekunden später hören wir sie, es muss eine ganze Horde Beißer sein die auf uns zu kommen, bei genauerem Hinhören müssen wir erschrocken feststellen, dass diese nicht nur aus dem Haus kommen sondern auch aus allen anderen Richtungen des Dorfes.

Wieso haben wir die den ganzen Tag nicht gehört?! Wieso kommen sie gerade jetzt aus ihren Löchern gekrochen wenn die Sonne untergeht und wir kaum eine Möglichkeit in der Dunkelheit haben uns zu wehren?! Kira drückt auf die Fernbedienung des Wagens woraufhin die Scheinwerfer die Dunkelheit erleuchten. Einige der Beißer wenden sich, geblendet von dem Licht ab. Kiras und mein Blick treffen sich, wir haben beide unsere Waffen in den Händen, nicken uns zu und starren die Beißer an, die kurz darauf auf uns zustürmen..

„Let’s rock“ ist der letzte Gedanke bevor wir den Kampf beginnen.

Tagebucheintrag #18

In meinem Kopf hämmert und dröhnt es, ich spüre wie etwas nasses warmes an meinem Gesicht entlang tropft auf mein T-Shirt, ich öffne die Augen und alles ist verschwommen, als ich versuche meinen Kopf zu heben um besser zu sehen durchzuckt mich ein stechender Schmerz und ich verliere ein weiteres mal das Bewusstsein.

Das ganze passiert weitere mal und ich stelle zwischenzeitlich fest, dass meine rechte Seite vom T-Shirt komplett von meinem Blut getränkt ist und ich auf einem Stuhl sitze und meine Arme bzw. Handgelenke an diesem gefesselt sind. Kabelbinder – ich hasse die Teile einfach..

Nachdem ich das gefühlte hundertste mal wach werde und feststelle, dass die Schmerzen immer stärker und schlimmer geworden sind und mich gerade fast um den Verstand bringen erkenne ich, jedoch erst auf den zweiten Blick, jemanden an die Wand gelehnt in ein Paar blaue „Converse“ unweit von mir stehen.
Zu meinem Erschrecken und vielleicht auch erstaunen sitzt Charlie ganz ruhig daneben. Mein Kopf schnellt hoch um zu sehen ob mein Hund in Gefahr ist und ich werde direkt mit Schmerzen dafür bestraft.

Und wofür ? Mein Blick ist gerade mal bis zum T-Shirt gekommen bevor ich vor Schmerz zusammen zucke. Zu meinem Erstaunen oder meiner Verwunderung steckt eine Frau in den Chucks… und dazu noch mit Humor wie es scheint oder warum sonst sollte Frau ein T-Shirt tragen auf dem „KEEP CALM AND KILL ZOMBIES“ steht?! Verkrampft versuche ich zu lächeln bevor eine wunderschöne Stimme mich fragt ob Gefahr von mir ausgeht oder ob sie mir die Kabelbinder ruhigen Gewissens abmachen kann.

Ich versuche ihr zu sagen, dass ich mich ruhig verhalten werde aber aus meinem Mund kommt nicht mehr als ein Krächzen. Das folgende Geräusch ist das schönste der letzten Wochen oder eher gesagt Monate…ein herzliches weibliches Lachen, bevor sie auf mich zu kommt und mir eine Flasche Wasser mit einem Strohhalm unter den Mund hält.
Zweifelnd gucke ich die Flasche an als von ihr nur ein: „Das Wasser wird wohl schon nicht vergiftet sein kommt“. Ich muss ein weiteres mal Lachen, was sich jedoch noch erbärmlicher anhört als mein Versuch etwas zu sagen. Durstig trinke ich von dem Wasser, was mich augenblicklich wieder klar werden lässt.

Die Kabelbinder werden mit einer Schere gelöst und ich reibe die Stellen an denen sie in mein Fleisch geschnitten haben.
Ich wage es das erste mal meinen Kopf zu heben ohne dass mich der Schmerz überrennt und schaue in ein absolut liebenswertes Gesicht. Ein weibliches Gesicht welches Zeichen von Körperwärme ausstrahlt, keine Anzeichen dafür dass sie gebissen, verletzt und infiziert wurde und dann ein freundliches Lächeln.
Ich bin überglücklich!

Tagebucheintrag #17

Karte, Kompass, Feldstecher, eine Flasche Wasser, mein Messer, einen Bolzenschneider den ich in der Werkstatt gefunden habe und ein wenig Proviant sind sicher in meinem großen Rucksack verstaut und Charlie wartet schon ganz gespannt an der Türe als ich meine Jacke vom Haken nehme um mich mit ihr zusammen auf den Weg mache um den hinteren Teil des Waldes zu erforschen. Ich öffne meine Versiegelung des Tores und schließe es hinter mir provisorisch, sodass tollpatschige Beißer es nicht aufkriegen sollten und ich in der Not jedoch schnell ins Lager zurück gelange.

Ich laufe eine geschätzte Stunde durch den Wald, den Weg nach Norden eingeschlagen den ich auf der Karte erkennen kann, und das dort wohl ein weiteres kleines Dorf sein muss, eins wie meins, das nur mit einem Stift in die Karte gezeichnet wurde. Es ist auch eine größere Stadt eingezeichnet die im Nord-Osten liegt aber die Gefahr auf Untote zu treffen ist dort viel größer, das war der Grund weswegen ich mich erst einmal für das kleine und meiner Meinung nach sicherere Dorf entschieden haben.
facebook
Als ich das Dorf aus einiger Entfernung sehen kann, lege ich mich mal wieder auf die Lauer um zu gucken wie sicher das Dorf meiner Begierde ist. Ich sehe in einem Haus unweit von mir eine Bewegung am Fenster, schwenke meinen Feldstecher zu der Stelle zurück und warte… tatsächlich eine weibliche Gestalt im Fenster, sie hat blonde lange Haare die ihr lose über die nackten Schultern fallen. Ich sehe nie nur von hinten und bin mir nicht sicher ob sie ein Mensch ist oder zu den Untoten gehört. Still steht sie mir mit dem Rücken entgegen, ist sie überhaupt ein Mensch oder starre ich eine Puppe an, ich kann es wirklich nicht sagen. Nachdem ich ein paar weitere Minuten das Fenster angestarrt habe und mir sicher bin das es sich nur um eine Puppe handelt suche ich die direkte Umgebung weiterhin ab.

Weitere Bewegungen sind nicht zu vernehmen also bewege ich mich auf die Stadt zu. Ich gerate an ein großes metallenes Tor was durch eine dicke Metallkette geschützt ist. Eine Minute später und ein wenig Kraftaufwand später liegt die Kette am Boden und mir fällt jetzt erst auf das dies vielleicht keine gute Idee gewesen ist. Hat die Kette die Monster aus dem Dorf daran gehindert raus zukommen oder hat sie sie daran gehindert rein zukommen?! Fuck, was nun?! Da die Kette zerstört ist und ich kein Schloss habe um diese wenn überhaupt möglich zu fixieren lasse ich das Tor unverschlossen hinter mir zurück und mache mich auf meinen Weg nach etwas Nützlichem zu suchen.

Ich schaue mir die Läden an, die das kleine Dorf beherbergt und finde einen Elektronikladen, einen Waffenladen, ein Bekleidungsgeschäft, einen Supermarkt und eine Apotheke… Der Himmel auf Erden! Die meisten der Läden sind mit dicken Ketten verschlossen und es überkommt mich die Hoffnung, das in dem einigen der Läden einige Dinge auf mich warten die mir von Nöten sein könnten und mir mein Leben um einiges erleichtern könnten.
Ich spähe in den ersten der Läden, den Elektroladen und sehe wahrlich ein Paradies vor mir. Niemand zu sehen, ich nehme ein weiteres Mal den Bolzenschneider aus der Tasche und öffne die Kette um mir Zutritt zu verschaffen. Werkzeuge, Batterien, Klebeband und eine Menge Kleinkram. MIST mein Rucksack ist definitiv nicht groß genug um so viel wie auch nur möglich von dem ganzen Kram nach Hause zu schaffen und das ist erst der erste der Läden. Ich nehme die Sachen an mich von denen ich denke dass sie mir wirklich eines Tages hilfreich sein könnten. Unter den ganzen Gegenständen finde ich auch eine große Rolle der Metallkette die ich soeben durchgeschnitten habe und einige Schlösser inklusive Schlüssel. Ich verlasse den Laden mit meiner Ausbeute und verschließe ihn wieder hinter mir.



Der nächste für mich interessante Laden ist der mit der Kleidung. Dieser ist nicht verschlossen und ich begebe mich mit äußerster Vorsicht hinein. Ich durchsuche den Laden bevor ich mir auch nur eine Minute nehme um die Sachen zu begutachten. Niemand hier, ich stelle meinen Rucksack ab und durchsuche den Laden nach allen möglichen Kleidungsstücken die mich für die kommenden Wochen und Monate warmhalten und schützen können. Es ist zwar nicht mehr viel übrig aber doch einige Hemden, Hosen und dicke Pullover die mir zwar viel zu groß sind aber mich definitiv wärmen werden. Ich bücke mich nach einem einzelnen Paar Socken als ich das Geräusch eines Revolvers höre der gerade geladen wird. KLICK und die Trommel rastet ein. Bevor ich auch nur die Chance habe mich umzudrehen und zu gucken wer mir gerade diese Waffe an den Kopf hält berührt das eiskalte Metall auch schon meinen Hinterkopf. Ohne drüber nachzudenken oder die Aufforderung zu bekommen lasse ich mich auf die Knie fallen und hebe meine Hände über den Kopf.
Mein Gehirn realisiert erst jetzt, dass die Waffe sicher nicht in der Hand eines Beißers ist, kann ein Beißer überhaupt eine solche Selbstbeherrschung haben?! NEIN, ich habe noch keins der Monster gesehen das nicht von Blutdurst gesteuert war. Ein Mensch?! Doch bevor ich auch nur Glück empfinden kann trifft mich etwas hart an der Schläfe und ich falle bewusstlos zu Boden…

Tagebucheintrag #16

Ich höre ein lautes kichern, direkt hinter mir scheint es,…. dann ein paar Schritte – doch als ich mich umdrehe sehe ich niemanden. Ich drehe mich um meine eigene Achse als mich jemand von hinten anspringt. Ich spüre ihren warmen Atem an meinem Ohr bevor sie mir zuflüstert, dass sie mich liebt und mir einen zärtlichen Kuss auf die Wange drückt.

Ich wache auf und mir ist sofort bewusst, dass ich von meinem letzten Urlaub mit Anna geträumt habe. Ich versuche die Gedanken aus meinem Kopf zu verbannen, die Erinnerungen schmerzen noch zu sehr. Wenn ich daran denke, dass das alles noch kein Jahr her ist und ich alles verloren habe was mir je wichtig gewesen ist erscheint es mir als hätte mein Leben keinen Sinn mehr.

Ich zwinge mich also zu andere Gedanken und mir fällt die Räucherhütte ein. Als ich aufstehe knurrt Charlie nur kurz auf, bemerkt dass keine Gefahr lauert und schläft einfach wieder ein. Ich strecke mich und fühle mich als würde ich krank werden. War wohl doch ein wenig zulange der Rückweg mit der nassen Kleidung gestern. Aber was soll es, ich kann es ja eh nicht mehr ändern, ich kann nur gucken, dass ich mich jetzt nicht zusätzlich noch in eine Situation begebe, die mir gesundheitlich schaden könnte.

Ich ziehe mir also meinen letzten Pullover über und begebe mich nach draußen. Es ist definitiv kälter geworden… ich muss in die nächste Stadt und mir Kleidungs-, Medikamente-, und mehr Nahrungsmittelvorräte besorgen. Decken zum Schlafen und Stoffe um die Türen und Fenster abzudichten wären besonders gut da ich doch gemerkt habe wie es die Nacht durch, durch meine Hütte gezogen hat. Ich sollte mir vielleicht auch etwas anders überlegen zum Schlafen, so auf dem kalten Boden ist es natürlich auch nicht besonders gesund. Doch wie soll ich all diese Sachen zu mir transportieren geht es mir durch den Kopf. Ich laufe über den Hof um nicht allzu lang in der Kälte zu sein und erreiche die Räucherhütte. Der Duft, der mir entgegen kommt riecht einfach himmlisch. Das Wasser läuft mir im Mund zusammen. Da mein Fachwissen über das Räuchern von Fleisch ungefähr gleich 0 ist, st nehme ich einfach ein Stück vom Haken und schneide ein Stück Fleisch heraus.
Es schmeckt köstlich doch der richtig rauchige Geschmack den ich von gekauftem geräuchertem Fleisch her kenne ist es nicht, noch nicht denke ich mir und hänge es zurück um dem Fleisch noch ein wenig Zeit zu geben.

Das Feuer darf bloß nicht ausgehen, ich suche schnell ein wenig Brennholz und das Feuer lodert auf. Das wird in nächster Zeit wohl die meiste Zeit in Anspruch nehmen, immer wieder neues Brennholz draußen im Wald zu suchen und dabei nicht erwischt zu werden.
Vielleicht versuche ich mein Glück ja heute auch mal in der anderen Richtung und benutze den Hinterausgang meines Lagers und gucke was dort auf mich zukommt.
Bisher kenn ich ja lediglich die Falltür die sich auf dieser Seite des Lagers befindet. Ich gehe zurück zu meiner Hütte und bereite Charlie und mir das Frühstück zu, um mich danach auf den Weg zu machen und meine Gegend weiter zu erkunden…