Tagebucheintrag #12


Ich werde schweißgebadet wach, noch immer im Traum gefangen und völlig überrumpelt von der Vergangenheit und dem Wunsch meine Familie wiederzusehen. Erst als Charlie sich neben mir regt, bringt es mich in die Gegenwart zurück und mein Magen meldet sich zu Wort. Ich hatte gestern Abend schon wahnsinnigen Hunger und habe ein schlechtes Gewissen, denn nicht nur mein Magen knurrt hörbar sondern auch der von Charlie. In der Hektik des letzten Tages und meinem Wunsch das Dorf sicher zu machen habe ich nicht daran gedacht etwas zu essen zu suchen oder zu jagen. Aus diesem Grund ist mein heutiges Tagesziel Nahrungsmittel zu suchen. Bei meiner morgendlichen Katzenwäsche muss ich leider feststellen, dass auch meine Trinkwasserreserven sich dem Ende zu neigen und ich wohl oder übel heute oder morgen neues Wasser holen und abkochen muss. Einige anstrengende Tage liegen vor mir, doch ich freue mich wahnsinnig drauf, da ich endlich ein neues Heim besitze. Ein Gefühl, das ich schön länger nicht mehr gefühlt habe.

Ich habe Glück, gleich in der ersten Hütte finde ich Unmengen an Konserven und Einmachgläsern mir Lebensmitteln in den selbstgezimmerten verriegelten Schränken die ich vorher nicht geöffnet hatte. Ich finde sogar sechs 25 Kilo Säcke mit Korn und drei Säcke mit Mehl, ich kann theoretisch sogar etwas backen, bei dem Gedanken an Brot läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Die Lebensmittel werden sicherlich für einige Wochen reichen und ich brauch mir erst mal keine Gedanken machen wie ich über die Runde komme. Ich durchsuche noch die anderen Hütten und finde auch hier einige Lebensmittel, auch wenn es weniger sind als in der ersten Hütte. Ich bringe alle Vorräte in die erste Hütte und beschließe mir aus dieser einen Lagerraum zu machen. Von außen muss ich leider feststellen, dass mein Lagerraum einige Stellen aufweist, die morsch und nass sind, das bedeutet wohl für mich. dass ich diese in den nächsten Tagen auch ausbessern muss da sonst meine Lebensmittel verderben könnten.

Ich stelle fest, dass die Hütten wesentlich „luxuriöser“ eingerichtet und gebaut sind als ich es vermutet hätte. bzw. ich es gesehen hatte als ich die Hütten nach Werkzeugen durchsucht hatte. Eine der kleineren Hütten hat eine Feuerstelle und es riecht und sieht aus als ob diese früher zum Fleischräuchern genutzt wurde und ich überlege mir diese zu reparieren um mein Fleisch haltbar zu machen. Doch bevor ich mich all den Aufgaben widme gibt, es erst mal ein gutes Frühstück für Charlie und mich. Ich nehme eine Dose Suppe und eine Dose Pasta mit Tomatensoße aus meinem Vorratsschrank und erwärme sie auf der noch vorhandenen Glut. Das Essen scheint nicht nur mir geschmeckt zu haben, denn Charlie liegt neben mir am Feuer und schläft. Ich genieße den Moment der glücklichen Ruhe und das Gefühl endlich etwas Vernünftiges gegessen zu haben.

Auf einem zusammengezimmerten Regal sehe ich Blätter und einige Notizbücher sowie eine Karte auf der einige Stellen markiert wurden, was die Stellen wohl zu bedeuten haben frage ich mich. Ich rappel mich auf nehme beides an mich und setze mich wieder zurück ans Feuer und fange an zu lesen. Was ich lese will mein Kopf einfach nicht begreifen, die Aufzeichnungen sind keine drei Wochen alt und es steht bis zum letzten Eintrag nicht von einem Angriff oder warum die Menschen das Dorf verlassen mussten….

2 Kommentare

  1. Cool das es endlich weiter geht…
    Bin mal gespannt wie sich das ganze entwickelt.

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  2. weiter!!!

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