Tagebucheintrag #14


Wenige Sekunden später verliere ich das Bewusstsein, das letzte was ich sehe sind die vertrauensvollen Augen von Charlie, die einen klagenden Laut von sich gibt, dann überrennt mich die Dunkelheit…

Als ich wieder zu mir komme ist die Sonne bereits untergegangen, Charlie liegt neben mir, ich spüre ihren Atmen kann sie jedoch nicht sehen. Da sie vollkommen entspannt neben mir liegt scheint keine Gefahr in der Gegend zu sein. Langsam strecke ich meine Arme aus und sofort durchzuckt mich ein stechender Schmerz in meiner rechten Schulter ich bin überzeugt davon, dass ich mir mindestens eine Prellung zugezogen habe doch ich habe jetzt keine Zeit um mich um die Verletzung zu kümmern. Das Risiko ist einfach zu groß, dass doch ein Zombie in der Nähe ist und mich in einer ungünstigen Situation angreift.

Ich spreche zu Charlie wie ich auch zu einem Menschen sprechen würde: „bring mich nach hause!“ schon schmiegt sie sich an mein Bein. Ich ertaste ihr Halsband und sie fängt langsam an zu laufen, es kommt mir vor als ist sie sehr darauf bedacht den Kontakt zwischen ihr und mir nicht zu verlieren. Sie läuft und läuft und nach einer Ewigkeit bleibt sie vor unserem Tor stehen…erst jetzt erinner ich mich daran, dass ich dies unverschlossen hinterlassen hatte. Ob wohl eine dieser bissigen Kreaturen in mein Lager gegangen ist und nur auf mich wartet geht es mir durch den Kopf. Ich habe keine andere Wahl als das Lager zu betreten. Kurz überlege ich ob ich das Tor offen lassen soll beschließe dann jedoch es zu verschließen um nicht eventuell noch mehr Untote in mein Lager zu lassen auch wenn dies heisst ,dass ich mich einer gewissen Gefahr aussetze wenn sich wirklich einer im Lager herumtreibt.

Ich gehe auf schnellstmöglichem Weg in meine Schlafhütte, vergewissere mich, dass diese leer ist und verschliesse sie gründlich hinter mir und Charlie. Diese Nacht werde ich mich nicht der Gefahr aussetzen, sondern warten bis die Morgendämmerung anbricht bevor ich das Lager durchsuche. Ich versuche angestrengt zu schlafen aber es gelingt mir nur schlecht, zu groß ist die Angst nicht mehr alleine zu sein und von einer ganze  Horde überrascht zu werden.

Als die Sonne aufgeht schnappe ich mir meine Axt und begebe mich nach draussen. Ich höre ein schweres Atmen kann jedoch nicht ausmachen aus welcher Richtung dies kommt, ich schaue zu Charlie runter die es anscheinend auch hört.  Ihre Ohren sind aufmerksam nach hinten gerichtet und geduckt begibt sie sich in die hintere Ecke des Lagers. Ich folge ihr vorsichtig um mich nicht zu verraten. Keine zwei Minuten später stehe ich vor ihm. Ein solch grossen Hirsch habe ich in meinem ganze  Leben noch nicht gesehen und das obwohl meine Kindheit nur aus Camping-, Wald- und Surivivalurlauben bestanden hat. Mir wird direkt bewusst, dass ich keine Chance habe ihn mit der Axt zu erlegen, ich beschließe zurück zu der Hütte zu gehen in der die Werkzeuge gelagert wurden und mir etwas geeigneteres zu suchen.

Da meine Beute eh nicht mehr aus dem Lager kommt muss ich mich nicht beeilen, bin jedoch noch immer darauf bedacht, dass unter Umständen auch Untote hier rumlaufen könnten. Ich erreiche ungehindert die Hütte und fange unverzüglich an sie nach etwas Brauchbarem zu untersuchen. Ich öffne jeden der Schränke und jede Schublade. In der letzten Schublade finde ich einen Revolver, ich überprüfe ihn und sehe eine einzelne Patrone. Ob ich diese verschwenden soll um den Hirsch zu erlegen, ich bin mir unsicher… entscheide mich dann jedoch dafür da mir eine Kugel bei einem Angriff ohnehin nur bedingt helfen würde, da ich nicht weiss ob eine einzige Kugel einen Beisser überhaupt töten würde.

Ich schnappe mir die Waffe und mach mich zurück auf den Weg zu meinem Abendessen. An fast der selben Stelle wie eben steht das wunderschöne Tier, fast zu schade es zu töten aber es bedeutet Fleisch und somit lebenswichtige Energiereserven für mich und Charlie. Ich lasse mir Zeit, setze an und ziele konzentriert, ein letztes mal tief ein- und ausatmen und ich drücke ab. Die Kugel hat pefekt die Schläfe getroffen und das Tier sackt ohne zu leiden vor mir tot zusammen.
Ich lasse den Revolver neben mir fallen uns entferne mich zunächst vom Kadaver um das restliche Lager gründlich nach unerwünschten Eindringlingen zu durchsuchen. Keine Untoten, alles sicher, was habe ich nur für ein Glück gehabt.

2 Kommentare

  1. Oh oh… wenn das mal keine Zombies anlockt! O_o

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  2. 0o Die letze Kugel ist immer für einen selber! …

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