Tagebucheintrag #16


Ich höre ein lautes kichern, direkt hinter mir scheint es,…. dann ein paar Schritte – doch als ich mich umdrehe sehe ich niemanden. Ich drehe mich um meine eigene Achse als mich jemand von hinten anspringt. Ich spüre ihren warmen Atem an meinem Ohr bevor sie mir zuflüstert, dass sie mich liebt und mir einen zärtlichen Kuss auf die Wange drückt.

Ich wache auf und mir ist sofort bewusst, dass ich von meinem letzten Urlaub mit Anna geträumt habe. Ich versuche die Gedanken aus meinem Kopf zu verbannen, die Erinnerungen schmerzen noch zu sehr. Wenn ich daran denke, dass das alles noch kein Jahr her ist und ich alles verloren habe was mir je wichtig gewesen ist erscheint es mir als hätte mein Leben keinen Sinn mehr.

Ich zwinge mich also zu andere Gedanken und mir fällt die Räucherhütte ein. Als ich aufstehe knurrt Charlie nur kurz auf, bemerkt dass keine Gefahr lauert und schläft einfach wieder ein. Ich strecke mich und fühle mich als würde ich krank werden. War wohl doch ein wenig zulange der Rückweg mit der nassen Kleidung gestern. Aber was soll es, ich kann es ja eh nicht mehr ändern, ich kann nur gucken, dass ich mich jetzt nicht zusätzlich noch in eine Situation begebe, die mir gesundheitlich schaden könnte.

Ich ziehe mir also meinen letzten Pullover über und begebe mich nach draußen. Es ist definitiv kälter geworden… ich muss in die nächste Stadt und mir Kleidungs-, Medikamente-, und mehr Nahrungsmittelvorräte besorgen. Decken zum Schlafen und Stoffe um die Türen und Fenster abzudichten wären besonders gut da ich doch gemerkt habe wie es die Nacht durch, durch meine Hütte gezogen hat. Ich sollte mir vielleicht auch etwas anders überlegen zum Schlafen, so auf dem kalten Boden ist es natürlich auch nicht besonders gesund. Doch wie soll ich all diese Sachen zu mir transportieren geht es mir durch den Kopf. Ich laufe über den Hof um nicht allzu lang in der Kälte zu sein und erreiche die Räucherhütte. Der Duft, der mir entgegen kommt riecht einfach himmlisch. Das Wasser läuft mir im Mund zusammen. Da mein Fachwissen über das Räuchern von Fleisch ungefähr gleich 0 ist, st nehme ich einfach ein Stück vom Haken und schneide ein Stück Fleisch heraus.
Es schmeckt köstlich doch der richtig rauchige Geschmack den ich von gekauftem geräuchertem Fleisch her kenne ist es nicht, noch nicht denke ich mir und hänge es zurück um dem Fleisch noch ein wenig Zeit zu geben.

Das Feuer darf bloß nicht ausgehen, ich suche schnell ein wenig Brennholz und das Feuer lodert auf. Das wird in nächster Zeit wohl die meiste Zeit in Anspruch nehmen, immer wieder neues Brennholz draußen im Wald zu suchen und dabei nicht erwischt zu werden.
Vielleicht versuche ich mein Glück ja heute auch mal in der anderen Richtung und benutze den Hinterausgang meines Lagers und gucke was dort auf mich zukommt.
Bisher kenn ich ja lediglich die Falltür die sich auf dieser Seite des Lagers befindet. Ich gehe zurück zu meiner Hütte und bereite Charlie und mir das Frühstück zu, um mich danach auf den Weg zu machen und meine Gegend weiter zu erkunden…

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