Tagebucheintrag #19


Wieder einigermaßen zusammengeflickt und mit gepackter Tasche mache ich mich auf den Weg zurück in mein Lager, in der Hoffnung, dass keiner der Beißer durch das Tor gekommen ist und ich zurück in mein sicheres Dorf komme. Der Rückweg vergeht wie im Flug, meine Laune ist ja auch außergewöhnlich gut.
Charlie scheint dies zu bemerken, denn auch sie rennt und springt verspielter als ich sie je gesehen habe durch den Wald. Das Tor ist noch immer genauso verschlossen wie ich es am Tag zuvor hinterlassen habe und ich sperre es hinter mir sorgfältig ab, bevor ich meine Tasche in meine Hütte bringe und mich zur Räucherhütte begebe um nach dem Fleisch zu gucken. Es riecht mir über den ganzen Innenhof entgegen,

Es kommt mir die Frage in den Sinn ob der Geruch von gegartem Fleisch wohl auch Beißer anlockt?! Oder ist es wirklich nur die Kombination von rohem Fleisch und Blut?! Ich werde Kira fragen wenn ich sie das nächste mal sehe und schon huscht wieder ein Grinsen über mein Gesicht.
Nach einem absolut „normalen“ und entspannten Abend, (und ja ich weiß wie sich das anhört, aber nach der langen Zeit der Einsamkeit ist ein solcher normaler Abend bei dem geredet, gegessen, gelacht und Erfahrungen ausgetauscht werden das BESTE in der Welt) mit dem blonden Engel Kira haben unsere Wege sich für die nächsten paar Tage getrennt.

Ich habe ihr von meinem Dorf erzählt und der Sicherheit, die es bietet und sie mir von ihrem Unterschlupf, der allerdings keinerlei Sicherheit bietet. Sie war auch nur in dem kleinen Dorf um noch Vorräten zu suchen. Ihr Vorteil ist, dass sie ein Auto besitzt, mit dem sie die letzten Monate unendlich viele Kilometer zurück gelegt hat. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir uns in 3 Tagen wieder in dem Dorf treffen um gemeinsam alles was möglich und brauchbar ist aus dem Dorf zu holen und Kira in mein Dorf zu bringen. Uns beiden kam es wie ein Segen vor nicht mehr alleine unterwegs sein zu müssen. Es ist sicherer, psychisch wie auch physisch, wenn wir schon überleben sollten wir wohl besser nicht noch verrückt werden…

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Die Tage vergehen wie im Flug, ich habe die Größte der Hütten repariert, abgedichtet und alle meine Sachen aus meiner Hütte in die Neue gebracht, es ist sicherer, dass wir zusammen wohnen und in meiner Hütte wäre sicherlich nicht genügend Platz für uns beide und den Hund gewesen.
Es ist eindeutig wärmer in dieser Hütte und ich freue mich auf den kleinen gusseisernen Ofen, den ich hier einbauen werde wenn wir ihn aus dem kleinen Dorf mitbringen, genauso wie die zwei Matratzen. Es war absolut himmlisch auf einer Matratze zu schlafen nachdem man wochenlang auf dem halten harten Boden geschlafen hat. Ich reiße am zweiten Tag einer der ungenutzten Hütten ab und zimmere aus den Brettern einen Tisch und eine Bank sowie kleine Erhöhungen für die Matratzen.
Kira besitzt einen großen Geländewagen und wir haben vor heute so viele Sachen wie möglich in mein, nein, jetzt ist es ja UNSER Dorf zu bringen, Lagermöglichkeiten habe ich ja definitiv genug hier, und die meisten Hütten sind so dicht, dass die Sachen keinen Schaden davon tragen sollten wenn sie den Winter über gelagert werden. Der Tag wird anstrengend aber es ist der vermeintlich schönste Tag seit Wochen und ich renne fast in das Dorf zurück zu Kira.

Wartend steht sie an dem großen Jeep.. Die nächsten 6 Stunden verbringen wir damit den Jeep zweimal zu beladen und die Sachen ins Dorf zu fahren und sicher zu verstauen bevor die Abenddämmerung einbricht.

Wir einigen uns darauf ein letztes mal in das Dorf zu fahren um die Matratzen und den Ofen zu holen, da diese Dinge einfach zu sperrig und schwer waren für die ersten beiden Transporte. Alles steht schon im Eingang von dem Haus aus dem wir unser Mobiliar geholt haben bereit, doch als Kira nach der ersten Matratze greift schnellt ein Arm aus der Dunkelheit hervor und zerreisst Kiras Pullover.

 

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Blitzschnell greift sie mit dem freien Arm unter ihren Pullover und ein riesiges Messer schnellt mit ihrer Hand nach vorne und trennt dem Beißer den Arm ab. Wenige Sekunden später hören wir sie, es muss eine ganze Horde Beißer sein die auf uns zu kommen, bei genauerem Hinhören müssen wir erschrocken feststellen, dass diese nicht nur aus dem Haus kommen sondern auch aus allen anderen Richtungen des Dorfes.

Wieso haben wir die den ganzen Tag nicht gehört?! Wieso kommen sie gerade jetzt aus ihren Löchern gekrochen wenn die Sonne untergeht und wir kaum eine Möglichkeit in der Dunkelheit haben uns zu wehren?! Kira drückt auf die Fernbedienung des Wagens woraufhin die Scheinwerfer die Dunkelheit erleuchten. Einige der Beißer wenden sich, geblendet von dem Licht ab. Kiras und mein Blick treffen sich, wir haben beide unsere Waffen in den Händen, nicken uns zu und starren die Beißer an, die kurz darauf auf uns zustürmen..

„Let’s rock“ ist der letzte Gedanke bevor wir den Kampf beginnen.

3 Kommentare

  1. Yeah!!
    Jetzt gehts ab! Sehr schön. Wird spannend. Bitte nicht so lange warten bis zum nächsten Eintrag.

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  2. Tagebucheintrag also eig jeden Tag. 🙂

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  3. Wann geht es eig weiter ich lese es seit gestern und ich warte schon bis es weiter geht

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