Tagebucheintrag #20


Mein Blick huscht zum Auto bzw. zu der Ladefläche auf der Charlie es sich bequem gemacht hatte um auf uns zu „warten“. Sie sitzt zum Glück noch immer auf dem Wagen an genau derselben Stelle doch mittlerweile in Angriffsstellung. „Platz“ schreie ich und ich sehe wie Sie sich wieder hinlegt.

Mein Gott wenigstens muss ich mir nicht auch noch Sorgen um sie machen. Der Gedanke, dass Kira verletzt werden könnte lässt mich schon ganz panisch werden. Ich sehe wie sie das erste Mal ausholt, das Messer in ihrer rechten Hand. Mit voller Kraft trifft Sie den ersten Beißer und trennt erst ihm und mit demselben Schlag auch noch einem zweiten den Kopf von den Schultern und wird von ihrem Blut bespritzt. Ohne es sich auch nur wegzuwaschen oder angeekelt zu sein greift sie den nächsten Untoten an.

Man – diese Frau weiß was sie tut, wie kann Sie dabei nur so verdammt sexy aussehen? Reiß dich zusammen Jonas, dies ist eine gefährlich Situation geht es mir durch den Kopf. Nachdem schon der 3te und dann der 4te Kopf an meinen Füßen vorbei rollt und blutige Spuren auf dem Boden zu sehen sind. Soviel Vorsprung kann ich keiner Frau lassen, egal wie sexy sie dabei wirkt. Ich greife mit meiner linken Hand in meinen Hosenbund und ziehe ein Messer hervor, in der rechten Hand meine Axt. Der erste Beißer rennt auf mich zu und ich spalte ihm seinen hässlichen Kopf in zwei Teile. Einer nach dem anderen fällt zerstückelt zu Boden. Wir sind beide vom Blut sowie Gewebe und Hirnmasse der Degenerierten bedeckt.

Überall liegen Gliedmaßen um uns herum als weitere Beißer auf uns zu gehumpelt kommen. Es werden zwar weniger doch trotzdem werden wir immer noch ziemlich stark angegriffen, es ist kein Ende in Sicht.

Ich ducke mich unter einem Beißer hindurch, verpasse ihm einen Tritt in den Rücken der ihn zu Boden wirft und zertrete seinen Kopf mit meinem rechten Schuh, alles was übrig bleibt ist ein Haufen „Matsch“. Das Bild einer geplatzten Wassermelone schießt mir durch den Kopf.

Ich schreie meiner Partnerin zu: „Kommst du einen Moment alleine klar?“ Ein abgetrennter Arm und ein Nicken sind die Antwort auf meine Frage. Ich laufe zu einem der nächsten Läden, schnappe mir einen Untoten und schlage mit dessen Kopf die Ladenscheibe ein bevor auch er seinen Kopf verliert. Ich greife nach einer Spraydose und schreie rennend zurück zu Kira.

„Wo ist dein Feuerzeug“

„Rechte Seite in meiner Po-Tasche“

Rücken an Rücken kämpfen wir uns durch die Masse an Zombies bis sich der Moment ergibt an dem ich in Ihre Tasche nach dem Feuerzeug greife. Vielleicht verweilt meine Hand ein paar Sekunden zulange in Ihrer Tasche als ein Räuspern und der Kommentar „denkst du das ist der richtige Zeitpunkt?“ mich in den Gegenwart zurückholt.

Sie grinst, ich grinse. „Du bist ein genauso gesteuertes Wesen“ ich greife ein letztes Mal zu, lasse die Axt zu Boden fallen und halte das Feuerzeug vor die Dose. Ich lasse das Feuerzeug an und drücke den Kopf der Spraydose und ein helles Feuer durchleuchtet die Nacht. Der Beißer direkt vor mir geht sofort in Flammen auf und rennt dumm, wie er ist direkt in zwei weitere Untote die anfangen zu brennen. Ein bestialischer Gestank kommt uns entgegen… Was ein Gedanke, Bestien die bestialisch stinken. Ich grinse schon wieder. Ich versuche so viele Untote wie möglich in Brand zu setzen und uns einen kleinen Spielraum zu schaffen in dem wir beide zum Eingang des Hauses rennen und die Matratzen sowie den Guss Ofen holen und auf die Ladefläche hieven. Bevor ich die Ladeklappe verschließe springt Charlie runter und rennt zur Fahrertüre, Kira ihr hinterher, ich zur Beifahrerseite. Wir springen in den Wagen und Kira lässt die Zündung an als etwas gegen das Beifahrerfenster schlägt. Peinlicherweise bin ich derjenige der Zusammenzuckt. ich kassiere ein freches Lachen, das mir die Röte ins Gesicht steigen lässt bevor Sie einen Gang einlegt und bis zum Eingangstor des Dorfes fährt.

Ich steige aus dem Jeep und verschließe das Tor. Als ich wieder einsteigen möchte und nach dem Türgriff greife lässt Kira den Wagen ein paar Zentimeter nach vorne rollen, das ganze geschieht dreimal bevor sie mich einsteigen lässt.

„Miststück“ entfährt es mir grinsend.

„Schwanzgesteuertes etwas“ ist alles was ich zuhören bekomme bevor Sie uns drei zurück ins Dorf fährt….

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