Tagebucheintrag #22


Noch am selben Tag packen wir unsere Sachen und begeben uns auf den Weg in das Dorf. Auf dem Weg dorthin sehen wir Unmengen von Untoten, mehr als ich in den ganzen letzten Monaten gesehen habe. Was ist hier los? Warum kommen sie gerade jetzt alle aus ihren Verstecken? Ob es wohl daran liegt, dass es kälter wird oder ob es daran liegt, dass es kaum noch Menschen und somit Nahrung für sie gibt…? Diese Frage wird mir wohl keiner der Monster beantworten…

„Nur noch ein paar Minuten und wir sind da“ reißt mich Ihre Stimme aus meinen Gedanken.

„Mhmm ok“

Irgendwie ist meine gute Laune verflogen, ich kann mir selber nicht erklären warum, ich habe in den letzten Monaten doch auch jede Menge Beißer gesehen doch heute ziehen mich diese degenerierten, trampelnden Idioten einfach nur runter. Wie sie gegen unser Auto klatschen wenn wir langsam durch die Straßen fahren um herumliegende Dinge zu umfahren und wie der ein oder andere vor das Auto fällt und ihre Köpfe und Körper unter unseren Rädern wie Obst zerplatzen. Unsere Scheiben verschmiert und von dunkelrotem bis schwarzen Blut getränkt… müssen sie uns unser Vorankommen noch schwerer macht als es sowieso schon ist?!? Nicht mal tot sind sie zu was zu gebrauchen geht es mir durch den Kopf, selbst zerplatzt und zermatscht machen sie einem das Leben nur noch schwerer…unnütze Kreaturen!

Wir passieren den Eingang eines kleinen Dorfes, es sieht fast genauso aus wie das Dorf in dem Kira und ich uns getroffen haben, leer, verwüstet und ein paar zerfledderte Leichen über denen die Beißer fleißig knabbernd hängen bevor auch diese sich zu diesen blutdurstige Kreaturen verwandeln werden, denen ich am liebsten auf der Stelle den Kopf abschlagen würde.

Langsam kommt der Wagen zum Stehen, die Straße ist versperrt, es ist unmöglich weiter zukommen und die Autos, die den Weg weiter ins Dorf versperren werden von anderem Schrott umlagert so dass wir sie sicherlich nicht ohne weiteres wegschieben können. Es sieht aus als hätte jemand eine Barriere gebaut aber es kann auch einfach nur Zufall sein. Aus dem Auto heraus kann ich einen Kindergarten, einen Lebensmittelladen und eine Kirche erkennen.

 

„Lass und gucken was wir in dem Lebensmittelladen finden können, er ist nicht allzu weit entfernt so dass wir die Lebensmittel direkt ins Auto tragen könnten“ sagt Kira

„Jap wird gemacht“

Wir steigen aus dem Auto und Charlie läuft ein paar Meter vor uns hin und her, sie sieht ziemlich entspannt aus, es lauert offensichtlich keine Gefahr. Als sie jedoch anhält und an einer der zerfledderten Leichen schnuppert bekomme ich es mit der Angst zu tun. Sie schnuppert, hebt ihr Bein und pinkelt doch tatsächlich an den zermatschen Kopf eines Menschen oder was auch immer es gerade ist, den Zeitpunkt der Verwandlung kann ich nicht feststellen doch diese Bild ist so lustig, dass ich in schallendem Gelächter ausbreche und auch Kira diesem einstimmt als sie sieht was Charlie sich gerade geleistet hat.

Immer noch lachend am Lebensmittelladen angekommen ist sofort sichtbar, dass wir nicht die ersten sind, die diese Idee hatten, obwohl die Scheibe noch ganz ist und der Laden mit einer Kette verschlossen ist, sieht man sofort, dass die Regale absolut leer geräumt sind. Als plötzlich aus einer dunklen Ecke eine blutverschmierte Hand gegen das Fenster schlägt weiß ich warum der Laden verschlossen ist. Aus einer Hand werden 2, dann 5 und am Ende kann ich nicht mal mehr schätzen wie viele Beißer wohl hinter der mittlerweile blutigen Scheibe sitzen müssen. Schnell gehen wir weiter und versuchen unser Glück im Kindergarten. Wir durchsuchen jeden einzelnen Raum um sicherzugehen das hier nicht auch ein weiteres Versteck der Untoten ist und arbeiten uns bis zur Küche hervor. Der Weg ist von Kinderleichen, Kinder-Untoten ohne Köpfe und kleinen zermatschen Körpern übersäht.

Wie hatte ich nicht daran denken können, dass auch Kinder vor dem Virus nicht geschützt sind?! Dieses Schaubild verschlägt mir wirklich die Sprache und für einen Moment wünsche ich mir alleine zu sein. Wir finden die Küche voller Vorräte und sammeln schnell alles zusammen was wir in einer gewissen Art und Weise brauchen können. Zu unserem Glück finden wir neben Lebensmitteln wie Konserven und Gläser auch einige Töpfe, einen Gaskocher inklusive Gasflasche, Töpfe, Messer und einige andere nützliche Gegenstände.

Anhand eines Grundrissplans ist zu sehen dass wir auch durch einen zweiten Ausgang in einem Raum weiter als die Küche aus dem Haus gelangen, was uns beiden wesentlich schneller erscheint. Wir beschließen mit der ersten „Ladung“ unser Glück zu versuchen und ich öffne mit meinem Ellenbogen die Türe. Was mir entgegenschlägt ist ein bestialischer Geruch nach vollgeschissenen Windeln, Blut und Verwesung.

Vor Schreck trete ich einen Schritt zurück, trete dabei Kira auf den Fuß die mich gerade anschreien will als sie sieht was auf mich zu gekrochen kommt. Sechs Baby und das was von einem Baby übrig ist… Untote kleine zugeschissenen und blutüberströmte Babys.

Ich lasse mein „Paket“ an Proviant fallen schnappe mir den Türgriff und versuche die Türe zuzuschlagen doch bevor sie auch nur ganz zu ist zerplatz der Kopf eines dieser Monster…

2 Kommentare

  1. Autsch die armen kleinen 😀

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  2. Hündinnen heben kein Bein beim pinkeln 😉

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