Tagebucheintrag #25


Kira sehe ich während der nächsten Tage nur wenn sie sich was zu essen holt oder unser Bad benutzt. Ich bin total einsam und träume jede Nacht von den Beissern, in der dritten Nacht träume ich so eine scheisse, dass ich mich nicht mehr traue zu schlafen… ich laufe über einen Friedhof, die Sonne geht gerade unter und die Gräber liegen im Schatten während langsam all die Beisser aus den Schatten treten und anfangen die Gräber aufzureissen um an die frisch beerdigten Leichen zu kommen…

Ich schrecke nassgeschwitzt auf und habe solche Panik dass ich zwei Tage gar nicht mehr schlafe. Nach etwas mehr als 50 Stunden fange ich an im stehen einzuschlafen und laufe zu Kira hinüber um sie zu bitten wieder bei mir zu einzuziehen, dieses ständige alleine sein macht mich wahnsinnig, die Wunde an meinem Arm hat sich verschlimmert, ich kriege nichtmal mit wenn ich anfange mich selber zu kratzen und bei den ganzen Bakterien und der definitiv zu kurz kommenden Hygiene derzeit wunder ich mich selber nicht darüber das die Wunde langsam aber sicher einem bösem Infekt gleicht. Ich weiss nicht wie ich das überhaupt solange ausgehalten habe bevor Charlie und Kira meinen Weg gekreuzt haben und meinem Leben endlich wieder ein wenig Hoffnung gegeben haben. Ich habe das Gefühl durchzudrehen… manchmal starre ich Ewigkeiten (zumindest kommt es mir so vor ins Nichts).

Kira treffe ich in meiner alten Hütte schlafend an, wie viel Uhr haben wir denn überhaupt?! Charlie kommt nicht wie gewohnt auf mich zu gerannt sondern bleibt an Kira’s Füßen liegen und knurrt kurz auf, es reicht aus um Kira zu wecken die hektisch und panisch um sich guckt und die Lage checkt.

„Was willst du hier?“

„Bitte Kira es tut mir leid, bitte komm wieder zurück zu mir ich komm alleine nicht mehr klar, ich habe seit über zwei Tagen nicht mehr geschlafen, es plagen mich Albträume und ich habe Angst und bin einsam.“

„Ich bin auch nicht gerne hier alleine, aber guck dir meinen Hals an dann weisste warum ich nicht mit zu dir kommen kann“

Sie zieht langsam ihren Pulli ein paar Zentimeter nacht unten und ein mit Blutergüssen übersäter Hals kommt zum Vorschein. Erschrocken weiche ich ein paar Schritte nach hinten und starre auf meine Hände, wie konnte ich das nur tun?!? Vor allem wie konnte ich das meinem blonden Engel antun?!

„Kira biiiitte“

„Jonas…“

Als ich völlig fertig an der Wand nach unten rutsche und mir die Tränen kommen höre ich nur ein leises „…okay“. Ich schäme mich zu sehr um ihr in die Augen zu sehen als ich mich langsam aufrapple und Kira anfängt ihre paar Sachen zu packen, mir in die Hand zu drücken und mir sagt das ich schonmal vorgehen soll.

Ich lege all ihre Sachen an ihren Platz, setze ein wenig Wasser auf und mache uns einen Tee aus den letzten paar Pfefferminzblätter die ich vor einiger Zeit mal gesammelt habe. Ich komme mir vor wie der letze Idiot, stehe ich hier und koche Tee, nachdem ich die mittlerweile wichtigste Frau in meinem Leben fast erwürgt hätte.

„Erzähl mir von den Träumen, Jonas“

„Die Nacht bricht gerade herein, ich laufe alleine über irgendwelche Friedhöfe, die Gräber liegen im dunklen, ich weiss weder was für ein Friedhof es ist noch warum ich dort rumlaufe. Die Schatten über den Gräbern werden immer größer und ich höre wie die Beisser langsam aus ihren Verstecken kriechen, einige hängen schon über frischen Gräbern, buddeln und schaufeln in der frischen Erde auf der Suche nach den noch nicht verwesten und infizierten Leichen. Die Geräusche die dabei entstehen, wie die Tiere fauchen sie sich gegenseitig an um ja alleine an den Leichen knabbern zu können. Die Beisser beachten mich nicht und ich fange an daran zu zweifeln das ich selbst noch menschlich bin. Ich habe Durst in meinem Traum aber ich weiss nicht nach was… es ist alles so schrecklich.“

Ich spüre Kira’s Hand auf meinem Rücken, wie sie langsam versucht mich zu beruhigen.

„Kira bitte verlass mich nicht nochmal ich brauche dich wirklich, ich drehe sonst noch wirklich durch, ich weiss wie sich das anhört aber es kommt mit echt so vor. Du warst meine Rettung, wir haben weiter gemacht als die Welt schon still stand, zumindest für mich. Die besten Dinge kommen in den kleinsten Stückzahlen…

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4 Kommentare

  1. Sieht so aus als hätte sich der werte Herr da was böses eingefangen. Und damit meine ich nicht den Infekt am Arm… >:D

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  2. wann kommt denn der nächste Eintrag ?

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  3. Heisst das Tagebuch liegt nun erstmal auf Eis?

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  4. schade das es tot ist….

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