Tagebucheintrag #29


Ich werfe Kira’s Notiz wütend auf den Küchentisch, ich verstehe einfach nicht wie sie alleine losfahren konnte um nach Reserven zu suchen, sie muss doch selber wissen wie gefährlich das enden kann wenn wir uns trennen!!!

Ich öffne das Fenster und merke wie schwach ich noch bin, selbst die kleinsten Bewegungen sind absolut anstrengend.
Mit dem dritten Versuch schaffe ich es endlich aus dem Fenster zu klettern und stehe im kalten Nieselregen. Es wird immer kälter, ich ziehe meine Jacke fest über meinem Körper zusammen und wandere in Richtung Räucherkammer um zu gucken ob das Feuer noch an ist und was uns an Reserven übrig bleibt.
Ich denke darüber nach was wir wohl für einen Datum haben und komme zu dem Entschluss, dass wohl Weihnachten vor der Tür steht. Ob das wohl stimmen kann?
Bei den ganzen Tagen an denen es ums reine Überleben ging, ich im Wald gelebt habe und alleine war, habe ich das Zeitgefühl absolut verloren. Meine trüben Gedanken werden unterbrochen als ich bemerke, dass ich kein Knistern vom Feuer höre.
Ich öffne die Türe und tatsächlich: das Feuer ist aus.. doch auch das ganze Fleisch ist weg. Etwas verwundert mache ich mich auf den Weg zurück als ich ein Grunzen vernehme.

Sofort gehe ich in Angriffsstellung und greife an meinen Hosenbund, auf der Suche nach meinen Messer doch greife ins Leere. Scheisse, wie konnte ich nur ohne Waffe aus dem Haus gehen, ich höre ein weiteres Grunzen dieses mal weiter entfernt. Langsam durchsuche ich die Wege zwischen den einzelnen Hütten doch finde keinen Beisser, in dem Moment in dem ich mich wieder zu meinem Haus aufmachen will und sicher bin, dass keine Gefahr lauert, höre ich es wieder.
Ich renne bis zu einer Stelle in der der Zaun ein kleine Lücke hat und sehe eine Herde Wildschweine im feuchten Waldboden nach Nahrung suchen.

Leise renne ich zu unserem Schlafplatz zurück um meine Waffe zu holen und ein Schwein zu erlegen doch auf meinen Weg zurück höre ich plötzlich animalische Schreie.
Schreie die nicht einem Wildschwein zu zuordnen sind. Ich laufe schneller, das Adrenalin lässt mich diesmal wie im Rausch die Tür entriegeln, ich greife nach dem Revolver und laufe zu der Stelle an dem die Leiter steht mit der ich über den Zaun gucken kann.

Acht Beisser hängen über einem Wildschwein bzw. dem was mal ein Wildschwein war. Überall fliesst Blut, die Beisser rasten völlig über dem frischen Fleisch aus, sie zerren und reissen an der Haut, fressen selbst das zähe Fell des Tieres. Die Untoten wälzen sich regelrecht in dem zerrupften Wildschweinkadaver.
Einer von ihnen ist völlig gefangen in dem Darm des Schwein’s und stößt eine Art Schrei aus weil er sich nicht befreien kann.

Es scheint fast so als störe sein Geschrei die anderen Beisser beim Fressen, sie fangen absolut völlig unkoordiniert an auf den Beisser einzuschlagen bis ihm der Schädel durch die rohe Gewalt platzt. Angewidert drehe ich mich weg als ich sehe, dass sie auch ihn verspeisen und keinen Unterschied zwischen dem frischen und dem verwesten Fleisch bemerken.

2 Kommentare

  1. ich bin zufällig auf diese seite gestoßen und muß sagen super gemacht ….hut ab 🙂 . ich bin erst vor kurzen wieder auf die lebenden toten gekommen weil ich vor kurzen max brooks buch gelesen habe und deswegen auf der suche nach mehr von dieser schreibart bin…und so auf umwegen auf diese seite gestoßen.
    ich möchte auch gern die von dir gewünschten anregung aufgreifen die mir immer durch den kopf schwirren wenn ich an solche endzeit szenarien denke…
    1- was ist mit den kernkraftwerken die müßen ja irgendwan ihren kritischen punkt erreicht haben wenn keiner da ist der sie wartet …
    2- immer sind überall autowracks und keiner nutz die autobatterien .. man kann ne menge mit so einer batterie anstellen..
    ich danke dir das du diese seite am leben hälst es immer wieder ein freudiges erlebnis einen neuen tagebuch eintrag zu lesen.

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  2. einen neuen eintrag bitte 🙂
    ich will dich nicht hetzen oder so, aber du spannst uns echt auf die folter 😛

    anregungen:
    die charaktere müssen doch mal auf andere menschen treffen, oder sind sie die einzigen überlebenden :O
    und was ist mit dörfern oder stdten, die sie finden könnten?! 🙂

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