Tagebucheintrag #32


Ich werde mitten in der Nacht durch die Geräusche eines Motors wach, ohne drüber nachzudenken renne ich ,nachdem ich die Türe entsperrt, habe barfuß nach draußen um ihr das Tor zu öffnen. Würde der Mond nicht so hell scheinen, würde ich mir vermutlich das Genick brechen, während ich über meine eigenen Füsse stolper.

Das Tor steht bereits offen und sie fährt mit dem Auto über die zermatschten Kadaver der Zombies und das ausgeweideten und mittlerweile verwesende Schwein und hinterlässt eine riesige blutrote Spur. Ich hüpfe wie ein Idiot auf der Stelle hin und her, da meine Füsse schon fast abfrieren. Die Scheinwerfer blenden mich und als sie das Fernlicht ausschaltet kann ich ihr freches Grinsen sehen.
Als die Türe aufgeht rennt Charlie mit etwas im Maul an mir vorbei, verwundert sehe ich ihr nach, nicht einmal eine Begrüßung bekomme ich. Und was hatte sie da überhaupt im Maul?! Kira rennt auf mich zu und fällt mir um den Hals. Ich halte sie mit meinem unverletzten Arm fest, doch die Schmerzen sind so stark, dass ich zusammenbreche und wir beide im Schnee landen. Ich kann nicht anders, ich bin glücklich trotz der Schmerzen und fange lauthals an zu lachen. Kira rappelt sich auf, schüttelt den Schnee von ihrer Kleidung, hält mir die Hand hin und lächelt mich an.
„Ich habe Unmengen nützlicher Dinge dabei, ich habe ein Militärlager gefunden und alles eingepackt was mein Wagen verstauen konnte, los hopp hopp lass uns alles rein tragen!“
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Ich greife ihre Hand und laufe mit ihr zum Auto. Während ich das Tor schließe kramt sich schon nach den ersten Gegenständen und hält mir kurz darauf schon den ersten Rucksack hin, ich schmeiße ihn mir über die Schulter und trage ihn keuchend nach innen. Wie konnte Sie das Ding nur tragen??? Ich schlüpfe in meine Schuhe und renne wieder zum Auto, als Kira auch schon den nächsten Rucksack von der Ladefläche wuchtet und in die Wohnung trägt.
Wir laufen geschätzte 20 Minuten hin und her, tragen unzählbar viele Gegenstände hin und her während Charlie bewegt sich kein einziges mal von meiner Matratze entfernt.
Als schließlich auch der letzte Wasserkanister und das letzte Paket in der Wohnung sind, das Auto abgedeckt und verschlossen vor unserer Hütte steht, lasse ich mich, da ich mit all meinen Kräften am Ende bin, auf unsere Küchenhocker nieder.
Kira, die mit einem riesigen Haufen Decken im Arm in die Wohnung stolpert, nehme ich nur noch aus dem Augenwinkel wahr. Als ihr jedoch prompt alle aus dem Arm fallen kann ich mir das Grinsen nicht mehr verkneifen. Die Wohnung sieht nun natürlich noch chaotischer aus als vorher schon – und meine Aufräumarbeit hat einfach gar nichts gebracht.

„Was hat Charlie da eigentlich in meinem Bett?“

„Ein Kätzchen“
„Scheint als hätten wir bald einen kleinen Zoo“
„Hast du ein Problem damit“
„Kein bisschen“ gebe ich grinsend zu. Kira steht auf, schlüpft aus ihrer perfekt sitzenden Jeans, zieht ihren Pulli über den Kopf guckt mich an und fragt mich ob wir jetzt endlich ins Bett gehen können. Ohne etwas zu sagen schlüpfe auch ich aus den Sachen und lege mich auf meine Matratze. Sie schiebt ihre Matratze an meine ran, Charlie schiebt das Kätzchen in die Mitte macht sich selber richtig breit und Kira hat Probleme auch nur ansatzweise Platz zu bekommen aber kuschelt sich um die beiden Tiere herum.
„Es ist schön wieder hier zu sein“ mehr höre ich nicht von ihr bevor sie sich umdreht und in ihre Decke kuschelt.

2 Kommentare

  1. Jawohl es geht weiter 🙂

    Hoffe der nächste Eintrag lässt nicht lang auf sich warten 😉 MfG

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  2. Hiha!
    Es geht weiter 😀

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