Tagebucheintrag #6


Langsam öffne ich meine Augen, strecke mich und stelle erstaunt fest dass noch immer Glut in meiner Feuerstelle ist, schnell lege ich etwas Holz ins Feuer um dieses aufrecht zu erhalten  und gönne mir zum Frühstück die Reste des Hasen. Ich fühle mich besser als in den letzten Tagen, das liegt wahrscheinlich am gestrigen Abendessen und an einer relativ ruhigen und warmen Nacht die ich dank des Feuers hatte. Ich beschließe zum Fluss zu laufen der nur wenige Minuten meines Verstecks entfernt ist und mir Wasser zum abkochen zu holen, ich muss das Feuer nutzten solange ich die Möglichkeit habe, denn zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen das nur 5 Streichhölzer in der Box waren und nach dem gestrigen Abend nur noch 4 Stück übrig sind.  Ich fülle den Kanister den ich einige Tage zuvor gefunden habe mit Wasser und mache mich auf den Rückweg um das Wasser in kleinen Portionen abzukochen und mir eine Reserve für die nächsten Tage anzulegen.

Als ich in die Nähe des Lagers komme muss ich zu meinem Entsetzen feststellen das einer der „Beißer“ mein Versteck gefunden hat und sich über die Eingeweide und  die blutigen Reste des Hasen hermacht, vertieft in seine blutige und rohe Mahlzeit bemerkt er mich glücklicher weise nicht, so das ich mich langsam und mit gezücktem Messer von hinten an ihn heran schleichen kann. Keine zwei Schritte bin ich mehr von dem „Beißer“ entfernt als ich auf einen Ast trete und dieser unter meinem Gewicht ein lautes Geräusch von sch gibt. Der „Beißer“ schnellt herum und setzt zum Sprung an um auch aus mir eine rohe blutige Mahlzeit zu machen, doch ehe seine Füße den Boden verlassen steckt mein Jagdmesser bereits in seiner rechten Schläfe und durchbohrt die übrig gebliebene degenerierte Hirnmasse bevor er mit einem lauten Stöhnen zu Boden geht. Langsam ziehe ich mein Messer aus der Schläfe des Untoten wobei weitere Hirnmasse austritt, aus Gewohnheit und um sicher zu gehen stoße ich ein weiteres Mal mein Messer in seine hässliche Visage. Ich vergewissere mich das nicht weitere „Beißer“ in der Gegend sind und stelle erleichtert fest, das er wohl alleine gekommen sein muss. Ich muss mir etwas wegen der Leiche überlegen, da ich nicht weiß ob  die anderen Untoten vom Geruch seiner Leiche angelockt werden. Ich beschließe die Leiche zum Fluss zu schleppen und hoffe darauf dass die Strömung sie weit weg von meinem Lager tragen wird und ich keine Spuren hinterlasse.

Eine Stunden später kann ich endlich aufbrechen zu dem kleinen Dorf das nur weniger Kilometer entfernt liegt…

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