Tagebucheintrag #8


Die Axt trifft ihr Ziel und schneidet, innerhalb von Sekunden fällt der rechte Arm des Beißers zu Boden und es entfährt dem Untoten ein Laut, welcher einem sterbenden gequältem Tier ähnelt.

Das dickflüssig schwarz-rote Blut spritzt bei den hektischen Bewegungen durch die ganze Hütte und trifft mich. Ohne auf den Verlust seines Armes zu achten taumelt er auf mich zu und versucht mich zu beißen. Ich weiche zurück und durchsuche die Hütte nach einem möglichen Fluchtweg, doch die einzige Türe befindet sich direkt hinter ihm. Ich fühle mich in die Ecke gedrängt und gerate so langsam in Panik als ich eine kleine Falltür nur zwei Meter neben mir im Boden entdecke. Blitzschnell fasse ich den Gedanken, dass die Falltür wohl die einzige Möglichkeit sein wird mich zu retten, ich haste zu der Türe und reiße sie in einem Schwung auf, direkt hinter mir höre ich das Blut des Untoten tropfen. Ohne zu zögern lasse ich mich in die Öffnung fallen, ob ich durch den Beißer hinter mir getötet werde oder durch einen der sich vielleicht in dem Tunnel unter mir befindet ist mir egal, ich muss es einfach wagen.

Erleichtert stelle ich fest dass ich nicht direkt in einer Horde Untoten gelandet bin und verschließe die Türe von innen. Es ist stickig, ich bekomme kaum Luft, mein Herz rast, ich versuche mich zu beruhigen und meine Atmung unter Kontrolle zu kriegen was mir jedoch nur schwer gelingt. Es ist dunkel, richtig dunkel ich kann rein gar nichts erkennen und bemerke das ich mich nur gebückt bewegen kann. Langsam taste ich mich mit meiner linken Hand an der Wand entlang die blutige Axt in meiner rechten. Keine zwei Minuten später endet der Tunnel abrupt vor mir und ich taste die Decke nach einem Ausgang ab, bitte lass es einen Ausgang  geben, der Weg zurück erscheint zu gefährlich da sicher mehr Untote auf das Gemetzel aufmerksam geworden sind.

Ich ertaste einen Riegel, ziehe in vorsichtig und lautlos zurück und drücke die Türe mit einem kräftigen Stoß in Richtung Himmel auf…

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