Tagebucheintrag #9


…Das Licht blendet mich für mehrere Sekunden, schutzlos stehe ich in der Öffnung des Tunnels, den Untoten wehrlos ausgeliefert, ich kneife meine Augen zusammen um mich an das plötzliche Licht zu gewöhnen und öffne sie vorsichtig um festzustellen, dass ich mich alleine und Außerhalb des Dorfs befinde.

Keine 10 Meter hinter mir befindet sich der Palisadenzaun, vor mir liegt ruhig der Wald der zu meinem Versteck führt. Ich verdecke den Ausgang des Tunnels und versichere mich das er für andere Menschen oder Untote nicht sichtbar ist bevor ich mich leise  auf den Rückweg zu meinem Versteck mache, der Abend wird in den nächsten Stunden anbrechen und in der Dunkelheit den Weg zurück zu finden wäre nicht nur riskant sondern auch fast unmöglich. Der Weg zurück kommt mir wesentlich länger vor als der Hinweg doch ich erreiche mein Lager unbeschädigt und ohne Zwischenfall durch Untote. In näherer Umgebung mach ich mich auf die Suche nach etwas essbaren und finde auf einer kleinen Lichtung ein paar Pilze sowie ein paar Wurzeln, von beidem habe ich keine Ahnung und weiß nicht ob ich es essen darf doch die Chance an Nahrung zu sterben nehme ich liebend gerne in Kauf, alles ist besser als gekratzt, gebissen und infiziert zu werden und zu einem dieser Monster  zu mutieren.

Ich laufe mit meinem Abendessen zurück zu meinem Unterschlupf und entfache erneut ein Feuer, langsam wird mir wieder warm und ich koche etwas Wasser auf um mich von dem Blut des Monsters zu reinigen, während mein Essen über dem Feuer gart. Ich esse Wurzel und Pilze und kaure mich neben dem Feuer zusammen um in einen unruhigen Schlaf zu fallen. Ich träume von den Erlebnissen des Tags und schrecke aus meinem Traum hoch als sich neben mir etwas bewegt. Innerhalb einer Sekunde bin ich hellwach, meine Sinne geschärft und mein Messer bereit um zuzustechen. Keine 3 Meter neben mir kauert ein abgemagerter Hund der mich misstrauisch mustert. Mein Kopf reagiert sofort und entspannt sich, jedoch nicht mein Körper. Es dauert ein zwei Minuten bevor auch mein Körper verstanden hat, dass keine Gefahr von dem Tier ausgeht und ich mein Abwehrhaltung aufgebe und mich dem Tier näher um zu sehen ob es keine Kratz- oder Beißspuren aufweist. Als ich mich dem Hund näher fängt dieser an zu knurren doch auch er erkennt nach wenigen Sekunden, dass auch von mir keine Gefahr ausgeht und kommt langsam auf mich zu.

Ich lasse ihn an meiner Hand schnuppern und greife langsam sein Halsband um ihn näher an mich zu ziehen und so Sicht auf seinen Körper zu bekommen. Keine sichtbaren Spuren, erleichtert Atme ich auf. Wie es scheint habe ich nach den Tagen der Einsamkeit einen neuen Gefährten an meiner Seite.

Ein Kommentar

  1. Sehr riskant die Sache mit den Pilzen

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