Zombiekalypse Tagebuch

Lieber Besucher, Zombiefreund oder Untoter,
solltest du zum ersten mal auf ZombieKalypse.com sein – so empfiehlt es sich beim 1. Tagebucheintrag anzufangen!

Viel Spaß mit dem Tagebuch der Apokalypse!
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Tagebucheintrag #33

Als ich wach werde ist es immer noch dunkel, Kira sitzt bereits angezogen am Küchentisch und packt leise die mitgebrachten Rucksäcke aus. Scheint als sei sie auf der Suche nach etwas.

„Was suchst du“ frage ich sie, sie zuckt zusammen was irgendwie niedlich ist in Anbetracht der Lage – selbstständig auf Tour gehen, gegen Zombies kämpfen und ihr Leben riskieren, alles kein Problem für sie. Angesprochen zu werden – lässt sie jedoch ängstlich zusammenzucken.

„Ich suche nach dem Milchpulver, ich weiß, dass ich welches gefunden und eingepackt habe“. „Wofür brauchst du Milchpulver? Wolltest du mir einen leckeren Kaffee ans Bett bringen? Oh man ich vermisse meinen frisch gemahlenen Kaffee am Morgen“.

„Natürlich nicht Dummernchen, aber wir haben hier jemanden der schon gestern Nacht einen riesengroßen Hunger hatte“ Ich erinnere mich wieder an das kleine Kätzchen, springe auf und helfe Kira suchen. Nachdem das Pulver mit Wasser gemischt wurde und das Kätzchen gierig anfängt das ganze aufzulecken sehe ich mich um.

Natürlich musste das verdammte Pulver im letzten Rucksack sein, ganz unten… naja nachdem es jetzt wirklich aussieht als hätte ein Zombie hier gewütet ist zumindest das kleine Kätzchen zufrieden und hat einen vollgefressenen Bauch.

„Kira, unsere Hütte ist nicht nur zu klein, der Winter ist eingetreten und es zieht hier drin wie Hechtsuppe. Wir müssen uns etwas überlegen, so können wir weder gemeinsam Leben noch würden unsere Vorräte unter den Bedingungen lange halten.“

„Was hast du dir überlegt, Jonas?“

„Ich habe mir die anderen Hütten angeguckt. Einige von den Kleinen sind wirklich gut in Schuss und wir sollten uns überlegen welche wir von denen wirklich gebrauchen können oder aber von welchen wir das Holz oder gegebenenfalls sogar die ganzen Wände nehmen können um unsere Hütte zu erweitern.“

„Klingt gut, aber es schneit doch jetzt schon – guck mal nach draußen es ist dunkel und ich denke es ist jetzt um die Mittagszeit rum – wie willst du das Haus denn jetzt noch umbauen?“

„Ich dachte mir wir bauen eine zweite Hütte mit Flachdach direkt an unsere dran und entfernen dann einen Teil der Wand wenn wir fertig sind. Vielleicht können wir die Wohnung dann sogar richtig aufteilen und ein Wohn- und Essbereich sowie ein Schlafzimmer haben“.

„Und du bist sicher, dass du das mit deinem Arm hinbekommst?“

„Ja das bin ich, wir müssen auf den nächsten trockenen und schönen Tag warten, dann können wir den Boden mit Folie und Steinen auslegen um so ein Fundament für unsere Hütte zu legen“.

„Ob das was wird in der nächsten Zeit? Lass uns nicht untätig rumsitzen sondern die Hütten inspizieren und wenns geht schon mal einige Wänden entfernen sodass wir diese nur noch zusammen schreinern müssen sobald das Fundament liegt“.

Ohne ein weiteres Wort abzuwarten springt sie auf, schlüpft in ihre Stiefel und rennt nach draußen, gefolgt von Charlie und der Mieze.

„Kira hast du noch Benzin?“

„Klar warum? Lass mich raten: der Baumarkt?!“

„Genau“

„Ja dann lass uns gleich fahren, es ist zumindest noch nicht stockdüster“!

Und schon sitzen wir vier im Wagen und heizen in Richtung Baumarkt.

Tagebucheintrag #32

Ich werde mitten in der Nacht durch die Geräusche eines Motors wach, ohne drüber nachzudenken renne ich ,nachdem ich die Türe entsperrt, habe barfuß nach draußen um ihr das Tor zu öffnen. Würde der Mond nicht so hell scheinen, würde ich mir vermutlich das Genick brechen, während ich über meine eigenen Füsse stolper.

Das Tor steht bereits offen und sie fährt mit dem Auto über die zermatschten Kadaver der Zombies und das ausgeweideten und mittlerweile verwesende Schwein und hinterlässt eine riesige blutrote Spur. Ich hüpfe wie ein Idiot auf der Stelle hin und her, da meine Füsse schon fast abfrieren. Die Scheinwerfer blenden mich und als sie das Fernlicht ausschaltet kann ich ihr freches Grinsen sehen.
Als die Türe aufgeht rennt Charlie mit etwas im Maul an mir vorbei, verwundert sehe ich ihr nach, nicht einmal eine Begrüßung bekomme ich. Und was hatte sie da überhaupt im Maul?! Kira rennt auf mich zu und fällt mir um den Hals. Ich halte sie mit meinem unverletzten Arm fest, doch die Schmerzen sind so stark, dass ich zusammenbreche und wir beide im Schnee landen. Ich kann nicht anders, ich bin glücklich trotz der Schmerzen und fange lauthals an zu lachen. Kira rappelt sich auf, schüttelt den Schnee von ihrer Kleidung, hält mir die Hand hin und lächelt mich an.
„Ich habe Unmengen nützlicher Dinge dabei, ich habe ein Militärlager gefunden und alles eingepackt was mein Wagen verstauen konnte, los hopp hopp lass uns alles rein tragen!“
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Ich greife ihre Hand und laufe mit ihr zum Auto. Während ich das Tor schließe kramt sich schon nach den ersten Gegenständen und hält mir kurz darauf schon den ersten Rucksack hin, ich schmeiße ihn mir über die Schulter und trage ihn keuchend nach innen. Wie konnte Sie das Ding nur tragen??? Ich schlüpfe in meine Schuhe und renne wieder zum Auto, als Kira auch schon den nächsten Rucksack von der Ladefläche wuchtet und in die Wohnung trägt.
Wir laufen geschätzte 20 Minuten hin und her, tragen unzählbar viele Gegenstände hin und her während Charlie bewegt sich kein einziges mal von meiner Matratze entfernt.
Als schließlich auch der letzte Wasserkanister und das letzte Paket in der Wohnung sind, das Auto abgedeckt und verschlossen vor unserer Hütte steht, lasse ich mich, da ich mit all meinen Kräften am Ende bin, auf unsere Küchenhocker nieder.
Kira, die mit einem riesigen Haufen Decken im Arm in die Wohnung stolpert, nehme ich nur noch aus dem Augenwinkel wahr. Als ihr jedoch prompt alle aus dem Arm fallen kann ich mir das Grinsen nicht mehr verkneifen. Die Wohnung sieht nun natürlich noch chaotischer aus als vorher schon – und meine Aufräumarbeit hat einfach gar nichts gebracht.

„Was hat Charlie da eigentlich in meinem Bett?“

„Ein Kätzchen“
„Scheint als hätten wir bald einen kleinen Zoo“
„Hast du ein Problem damit“
„Kein bisschen“ gebe ich grinsend zu. Kira steht auf, schlüpft aus ihrer perfekt sitzenden Jeans, zieht ihren Pulli über den Kopf guckt mich an und fragt mich ob wir jetzt endlich ins Bett gehen können. Ohne etwas zu sagen schlüpfe auch ich aus den Sachen und lege mich auf meine Matratze. Sie schiebt ihre Matratze an meine ran, Charlie schiebt das Kätzchen in die Mitte macht sich selber richtig breit und Kira hat Probleme auch nur ansatzweise Platz zu bekommen aber kuschelt sich um die beiden Tiere herum.
„Es ist schön wieder hier zu sein“ mehr höre ich nicht von ihr bevor sie sich umdreht und in ihre Decke kuschelt.

Tagebucheintrag #31

zombiekalypse

Es ist so bitterkalt in diesem Auto, 4 Uhr morgens und ich habe noch immer kein Auge zugemacht. Wie liebend gerne würde ich die Heizung laufen lassen. Ich kann es mir jedoch nicht erlauben das letzte Benzin dafür zu verschwenden. Warum musste es verdammt nochmal anfangen zu schneien?? Zusammengekauert liege ich mit Charlie und der Katze auf der Rückbank unter den einzigen zwei Decken, die ich mitgenommen habe. Durch mein unruhiges Rumgehampel werden Charlie und das Kätzchen wach. Nach ein paar Minuten fängt das Kätzchen wie verrückt an zu schreien, weil es wohl auch länger nichts mehr gefressen hat. Doch natürlich habe ich kein Futter. Es zerreisst mir das Herz das kleine Bündel hungern zu sehen und da ich eh nicht mehr schlafen kann, krabbel ich auf den Fahrersitz und fahre in Richtung des nächsten Dorfes.

Ein ausgebeutetes und geplündertes Dorf folgt dem nächsten bis ich schließlich an einem Kasernengelände vorbei fahre. Die Tore sind mit dicken Eisenketten verschlossen, die ich zu jedoch zu meinem Erstaunen innerhalb kurzer Zeit mit meinem Bolzenschneider durchtrennt kriege. Weit offen lasse ich die Tore hinter mir zurück und passiere den ersten Kontrollpunkt.
Was ich sehe verschlägt mir den Atem.

In den Bäumen zu meiner Rechten hängen mindestens ein dutzend Untoter an Fallschirmen in den Bäumen, einer an einer Strassenlaterne. Kreischend und zappelnd versuchen sie nach dem Auto zu greifen, 3 Meter über dem Boden hängend… ‚degenerierte Tiere‘ denke ich mir und fahre weiter.

Ein Stückchen weiter hinter einem abgesperrten Bereich laufen ‚Beissersoldaten‘ mit ihren Waffen hin und her schwingend ziellos durch die Gegend. Zum Glück scheinen sie keine Ahnung zu haben wie sie die Waffe bedienen. Ich sollte versuchen an die Waffen zu kommen, sie könnten Jonas und mir eine sicherer Verteidigung bieten, solange wir den Untoten den Kopf wegballern, geht es mir durch den Kopf, bevor ich auch diese Gruppe passiere.

Nachdem ich noch etwas weiter auf das Gelände heraufgefahren bin, erblicke ich verschiedenste Gebäude an den Seiten. Ich steige aus und lasse die beiden Tiere im Auto zurück. Auch wenn Charlie seinen Unmut darüber mit einem Knurren äussert, ignoriere ich dies.

Der Revolver steckt in meinem Hosenbund, in meiner Rechten ein Schlachterbeil, was handlich, scharf ist und mir ausserdem gut in der Hand liegt. Ich drücke die Türklinke des ersten Gebäudes nach unten und stelle erstaunt fest, dass diese nicht verschlossen ist. Ich scheine mich in einer Art Lagerhaus zu befinden, kistenweise Munition, Waffen, Decken, Notfallpakete, Trinkwasserkanister, Feldbetten, Kleidung, Arznei und Erste-Hilfe Pakete soweit mein Auge reicht – und das völlig unbewacht und unberührt. Ich packe mir mehrere Militärrucksäcke und fange an strategisch geordnet ein Regal nach dem andern abzugrasen und alles einzupacken, was auch nur ansatzweise zu gebrauchen wäre.

Meine Hand greift nach einer weiteren der zahlreichen Decken, als mir etwas ins Gesicht tropft, ich wische mir mit dem Handrücken über die Stirn und denke mir nur, dass wohl was undicht sein muss und will gerade nach der Decke packen als mir der rote Schmier auf meinem Handrücken auffällt. Ich greife nach dem Revolver, der neben mir liegt und gucke nach oben in das Regal, direkt in die Augen eines Soldaten. Ganz offensichtlich ist er noch ein Mensch, an seinem Hals klafft eine offene Bisswunde, unsere Augen treffen sich und ich höre ein Flüstern…

„Bitte hilf mir‘ bitte“

Danach bricht seine Stimme. Ich nicke ihm zu, versuche ihn per Handzeichen verstehen zu geben ruhig zu sein und fange an alle Rucksäcke in den Wagen zu laden. Ich will meine Fundstücke nicht riskieren, falls Beisser auf mich und den Soldaten aufmerksam werden sollten. Nach den Rucksäcken packe ich noch die ganze Munition ein, die mich tatsächlich 4 mal mit einer riesigen Tasche zu meiner Ladefläche laufen lässt. Natürlich lass ich auch die Waffen nicht zurück. Mein Auto ist also voller Trinkwasser, Waffen, Munition, Nahrung, Decken, Medikamenten und vielem mehr. Ich bin unfassbar glücklich. Auch wenn die letzten Stunden schweißtreibend und anstrengend waren – mit diesen Vorräten kommen wir sicher ein halbes Jahr über die Runden. Ich packe mir eine der Waffen, die augenscheinlich über einen Schalldämpfer verfügt, zumindest soweit ich das mit meinen nicht-militärischen Kenntnissen sehen kann, und begebe mich erneut in das Gebäude.
Der Blick, den der Soldat mir beim Anblick der Waffe zuwirft, ist vernichtend – doch ohne ein Wort zu sagen hebe ich langsam die Waffe und töte ihn mit einem gezielten Schuss in den Kopf. Ich drehe mich wortlos um, verriegele notdürftig mit einer der Metallketten die Türen und fahre Richtung Heimat .. Richtung Jonas.

 

Tagebucheintrag #30

Ich bewege mich langsam von der Leiter runter und habe grosses Glück, dass mich keiner der Beisser bemerkt. Ich schleiche langsam zu meiner Hütte zurück, entriegele die Türe und fange an einige Kanister und Behälter nach draussen in den Regen zu tragen. In der Zeit in der Kira weg ist kann ich wenigstens versuchen mich ein wenig nützlich zu machen. Wasser zu sammeln ist wohl nicht die dümmste Idee da auf dem Tisch nur noch eine einzige Flasche Wasser steht. Nachdem ich alle möglichen Behälter nach draussen getragen habe, gucke ich mir unsere Hütte an und stelle fest, dass sie wirklich alles andere als schön ist. Wie kann man als Frau nur freiwillig so mit mir leben frage ich mich…

Lebt sie überhaupt freiwillig mit mir hier oder bin ich einfach die beste Möglichkeit um zu überleben? Ist es der reine Lebensinstinkt oder will sie das wirklich?

Ich darf sie nicht verlieren schiesst es mir durch den Kopf, die stetige Einsamkeit, die ich im Wald gefühlt habe würde mich wahnsinnig werden lassen, soviel ist sicher und ich glaube auch nicht, dass ich diese noch einmal mitmachen könnte und will. Ich würde lieber sterben, ich erschrecke mich selber vor dem nicht mehr all zu fremden Gedanken mir das Leben zu nehmen.

Ich laufe einmal um meine Hütte herum und stelle fest, dass es sicher die Möglichkeit geben würde aus der Hütte ein richtiges Haus zu bauen. Ich laufe durch das Dorf und gucke mir alle anderen Hütten an um festzustellen wie viele ich davon gebrauchen könnte und wie viele davon so zerstört sind, dass ich sie abreissen könnte und das Holz für unser Haus nehmen könnte. Ich würde am liebsten heute schon damit anfangen doch dazu bin ich einfach zu schwach. Ich durchsuche nochmal jede der Hütten. Ich suche nach Gegenständen, die unsere Hütte schmücken könnten und zum ersten mal seitdem ich in diesem Dorf wohne sehe ich alle Gegenstände mit anderen Augen. Ich gucke nicht nur nach nützlichen Dingen sondern auch nach Schönen und finde einiges. Ich hole mir die Schubkarre, da ich nicht in der Lage bin Sachen zu tragen mit meinem Arm und lade alles ein bevor ich es mühsam zu unserer Hütte schiebe. Ich werde versuchen während Kira’s Abwesenheit alles etwas wohnlicher zu gestalten.

Warum mach ich dies alles? Vielleicht kommt Kira eh niemals zurück, wer sagt mir, dass sie und Charlie diesen Trip überleben? Daran darf ich gar nicht denken, versuch dich abzulenken Jonas und mach was aus der Wohnung. Ich hole einen der Behälter mit Wasser rein und suche nach einem Lappen zum Putzen. Ich nehme etwas von der Flüssigseife, die ich gefunden habe und fange an zu putzen Es dauert alles ewig nur mit einem Arm und dann muss ich immer alles leer räumen warten bis es getrocknet ist und wieder einräumen. Auch nach Stunden sieht es noch immer nach Chaos aus aber ich bin so erschöpft, dass ich nur noch das Wasser in Kanister fülle und die leeren Behälter wieder nach draussen stelle bevor ich die Türe hinter mir verschliesse, nochmal Holz nachlege und mich auf die Matratze fallen lasse.

Mitten in der Nacht werde ich wach, es ist eiskalt doch als ich zum Ofen rüber blicke sehe ich noch immer Feuer. Ich rappel mich auf und mache die Fensterlade auf, die nur wenig eisigen Kälte abhält. Der ganze Innenhof ist mit Schnee bedeckt, das es so kalt sein würde damit hatte ich nicht gerechnet, ich muss definitiv die Hütte verdichten und versuchen so etwas wie Fenster einzubauen damit es nicht ganz so in den Wohnraum zieht. Ich weiss, dass ein paar Dörfer weiter ein Baumarkt ist, bzw. bislang war. Natürlich habe ich keine Ahnung was ich dort noch vorfinden werde doch ein Versuch ist es allemal wert, sobald Kira wieder da ist, hinzufahren und wenn brauchbare Materialien zu besorgen.

Ich ziehe meine Matratze näher an den Ofen und schlafe nochmal friedlich ein.

Tagebucheintrag #29

Ich werfe Kira’s Notiz wütend auf den Küchentisch, ich verstehe einfach nicht wie sie alleine losfahren konnte um nach Reserven zu suchen, sie muss doch selber wissen wie gefährlich das enden kann wenn wir uns trennen!!!

Ich öffne das Fenster und merke wie schwach ich noch bin, selbst die kleinsten Bewegungen sind absolut anstrengend.
Mit dem dritten Versuch schaffe ich es endlich aus dem Fenster zu klettern und stehe im kalten Nieselregen. Es wird immer kälter, ich ziehe meine Jacke fest über meinem Körper zusammen und wandere in Richtung Räucherkammer um zu gucken ob das Feuer noch an ist und was uns an Reserven übrig bleibt.
Ich denke darüber nach was wir wohl für einen Datum haben und komme zu dem Entschluss, dass wohl Weihnachten vor der Tür steht. Ob das wohl stimmen kann?
Bei den ganzen Tagen an denen es ums reine Überleben ging, ich im Wald gelebt habe und alleine war, habe ich das Zeitgefühl absolut verloren. Meine trüben Gedanken werden unterbrochen als ich bemerke, dass ich kein Knistern vom Feuer höre.
Ich öffne die Türe und tatsächlich: das Feuer ist aus.. doch auch das ganze Fleisch ist weg. Etwas verwundert mache ich mich auf den Weg zurück als ich ein Grunzen vernehme.

Sofort gehe ich in Angriffsstellung und greife an meinen Hosenbund, auf der Suche nach meinen Messer doch greife ins Leere. Scheisse, wie konnte ich nur ohne Waffe aus dem Haus gehen, ich höre ein weiteres Grunzen dieses mal weiter entfernt. Langsam durchsuche ich die Wege zwischen den einzelnen Hütten doch finde keinen Beisser, in dem Moment in dem ich mich wieder zu meinem Haus aufmachen will und sicher bin, dass keine Gefahr lauert, höre ich es wieder.
Ich renne bis zu einer Stelle in der der Zaun ein kleine Lücke hat und sehe eine Herde Wildschweine im feuchten Waldboden nach Nahrung suchen.

Leise renne ich zu unserem Schlafplatz zurück um meine Waffe zu holen und ein Schwein zu erlegen doch auf meinen Weg zurück höre ich plötzlich animalische Schreie.
Schreie die nicht einem Wildschwein zu zuordnen sind. Ich laufe schneller, das Adrenalin lässt mich diesmal wie im Rausch die Tür entriegeln, ich greife nach dem Revolver und laufe zu der Stelle an dem die Leiter steht mit der ich über den Zaun gucken kann.

Acht Beisser hängen über einem Wildschwein bzw. dem was mal ein Wildschwein war. Überall fliesst Blut, die Beisser rasten völlig über dem frischen Fleisch aus, sie zerren und reissen an der Haut, fressen selbst das zähe Fell des Tieres. Die Untoten wälzen sich regelrecht in dem zerrupften Wildschweinkadaver.
Einer von ihnen ist völlig gefangen in dem Darm des Schwein’s und stößt eine Art Schrei aus weil er sich nicht befreien kann.

Es scheint fast so als störe sein Geschrei die anderen Beisser beim Fressen, sie fangen absolut völlig unkoordiniert an auf den Beisser einzuschlagen bis ihm der Schädel durch die rohe Gewalt platzt. Angewidert drehe ich mich weg als ich sehe, dass sie auch ihn verspeisen und keinen Unterschied zwischen dem frischen und dem verwesten Fleisch bemerken.

Tagebucheintrag #28

„Ob er wohl schon wach geworden ist“ – frage ich mich, Charlie und ich sind seit Stunden unterwegs.. die letzten 3 Dörfer, die ich passiert habe, waren alle geplündert und vollständig leer geräumt. Wo sind bloss die ganzen Überlebenden? Ich meine wie können die Dörfer so leer sein und dennoch habe ich seit Monaten keine Menschenseele gesehen ausser Jonas… ich wünschte wir würden auf andere Menschen treffen. Es ist toll nicht mehr alleine zu sein doch mit Jonas wird es gefährlich werden,..Gott dieser Kerl ist echt heiss – hätte ich nicht auf jemand hässliches stossen können??? Als könnte Charlie meine Gedanken lesen stupst sie mich an und bringt mich in die bittere Realität zurück. Ich streichle ihr über den Kopf und spreche leise zu ihr “Ich weiss .. sonst haette ich dich jetzt auch nicht bei mir” Sie schleckt meine Hand und kugelt sich auf dem Beifahrersitz zusammen.

Als ich eine Tankstelle passiere, setze ich wie selbstverständlich den Blinker und bleibe voller Hoffnung stehen um meinen Tank und die mitgebrachten Kanister zu füllen. Viel Benzin bleibt mir nicht mehr wenn ich verpflichtet bin noch weiter zu fahren, den Rückweg kann ich vergessen ohne Benzin oder neues Auto – aber daran möchte ich lieber erst gar nicht denken.

Ich habe wahnsinniges Glück, es scheint tatsächlich noch Benzin in den Leitungen zu sein, zumindest klicken sie und versuchen zu pumpen als ich den Zapfhahn drücke, doch es kommt nichts. Ich muss wohl in die Tankstelle um die Zapfsäulen zu aktivieren.
Ich lasse Charlie im Auto zurück, greife meine Axt vom Rücksitz und mache mich vorsichtig auf den Weg in die Tankstelle. Der Gestank, der mit entgegenschlägt ist unfassbar ekelhaft.
Ich halte mit den Ärmel vom Pullover vor den Mund um nicht kotzen zu müssen und schaue mich nach dem Ursprung dieses widerwärtigens Gestankes um. Was ich sehe verschlägt mir die Sprache: an einem Deckenventilator hängt ein Untoter, langsam drehend, zappelt der Zombie vor sich rum und fängt an zu fauchen als er meinen menschlichen Geruch wach nimmt. Da hat sich wohl ironischerweise jemand versucht umzubringen. Ich kann mir ein Grinsen kaum verkneifen, bewege mich vorsichtig hinter den Tresen, suche nach dem Schalter um die Zapfsäulen frei zu schalten und begebe mich zum Tanken wieder nach draussen.

Ich betanke das Auto und fülle großzügig die Kanister bis alles schon fast überläuft.Ich entschließe mich noch einmal in die Tankstelle zurück zu gehen um die Zapfsäulen wieder zu verriegeln. Wild geworden durch meinen Geruch zappelt der Beisser immer vehementer an seinem Strick und ich höre plötzlich während ich die Zapfsäulen verschliesse ein lautes Krachen als der Ventilator aus seiner Halterung bricht und mit einem Stück der Deckenkonstruktion und dem Zombie auf den Boden kracht.
Ich drehe mich hastig um und schon kriege ich eine Ladung Beisserblut und Hautfetzen ab, überall liegen stinkende Zombiefetzen, die vor sich hin zucken. Der Idiot ist doch tatsächlich in den noch immer drehenden Ventilator gelaufen. Das nenne ich wohl Glück im Unglück! Ich wasche mit mit dem Handrücken den Schleim aus dem Gesicht und fluche lautstark seine mickrigen Überreste an. Jetzt muss ich mich doch tatsächlich noch waschen gehen. Vorsichtig laufe ich den Schildern hinterher, die auf die Toiletten weisen, ich erschrecke als ich mich im Spiegel sehe: Ich bin dünn und blass geworden, die Kleidung die, ich trage steht mir gar nicht und meine Haare sehen aus als hätte sich ein Vogel darin eingenistet… was würde ich für einen Wellness-Tag geben…ich wasche mich, versuche meine Haare zu bändigen und begebe mich zurück zum Auto um Schloss und Metallkette zu holen um die Tankstelle und mir somit einen persönlichen Vorrat an Kraftstoff zu sichern.

Als ich zurück zum Auto gehe ist Charlie verschwunden. Panisch gucke ich mich um. Mehr als die verdammte Tankstelle ist hier in dieser Einöde nicht – war jemand hier? Bin ich vielleicht nicht alleine? Doch da taucht sie mit etwas im Mund auf, langsam kommt sie um die Ecke, was zum Teufel hatte sie hinter der Tankstelle zu suchen und was hat sie da bloss im Mund?

Wild mit dem Schwanz wedelnd springt sie ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen ins Auto und fängt an dieses Etwas zu lecken. Ich versuche sie von Sitz zu scheuchen um mir anzugucken was sie dort angeschleppt hat – doch bekomme nur ein böses Knurren zu hören.
Genau in diesem Moment höre ich es: ein leises Schnurren, eins das nur eine Katze von sich geben kann und tatsächlich ist Charlie dabei ein kleines Katzenbaby von Blut und sonstigem Schleim zu befreien.
Ohne einen weiteren Versuch zu unternehmen Charlie das Kätzchen abzunehmen oder es zu betrachten springe ich amüsiert auf den Fahrersitz des Autos und fahre in Richtung der nächsten Stadt.


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